Trennungsschmerz: So überwindet ihr ihn!

Trennungsschmerz: So überwindet ihr ihn!

Eine Trennung kann extrem schmerzhaft sein und den Betroffenen total aus der Bahn werfen. Damit ihr wieder nach vorne blicken könnt und die schwere Zeit hinter euch lasst, erklären wir euch, wie ihr am besten mit dieser Situation umgeht.

Jeder, der schon einmal eine Trennung durchmachen musste, weiß genau, wie schmerzhaft diese Zeit sein kann. Ob es sich bereits abgezeichnet hat, dass die Wege auseinander gehen werden oder dieser Schritt für euch aus heiterem Himmel kam – eine Trennung kann einen ganz schön aus der Bahn werfen und dafür sorgen, dass das Leben von jetzt auf gleich ein völlig anderes ist. Kein Wunder, dass man nach Antworten sucht und sich fragt, wie lange dieses schlechte Gefühl anhalten wird. Wann wird man endlich wieder glücklich? Was kann man unternehmen, damit es einem besser geht?

All diese Fragen schwirren euch jetzt durch den Kopf. Um euch das Ganze zu erleichtern und damit ihr wieder Licht am Ende des Tunnels seht, haben wir die Antworten für euch gefunden und wissen, wie ihr den Trennungsschmerz überwindet.

Was ist Trennungsschmerz?

Die Beziehung ist für beendet erklärt und die Liebe konnte einfach nicht für eine gemeinsame Zukunft ausreichen? Das Gefühl des Liebeskummers, das man nun empfindet, kann ein unheimlich schmerzvolles sein. Denn Trennungsschmerz, welcher eine Form des sozialen Schmerzes ist, tut laut Studien sogar genauso weh wie ein solcher in physischer Form. Hierbei werden nämlich gleiche Areale in unserem Gehirn aktiviert.

Eine wissenschaftliche Arbeit der Universität Binghamton aus New York wies dabei nach, dass die Studienteilnehmer nach der Trennung und während des Liebeskummers vor allem Wut, Depression und Angst empfanden. Besonders häufig machten sich dabei Übelkeit, Gewichtsverlust und Schlafstörungen bei ihnen bemerkbar. Aber wie genau geht man nun mit dem Verlust um und wie schafft man es, endlich loszulassen?

Die 5 Phasen des Trauerns

Wie eine Trennung durchlebt wird, lässt sich mithilfe des Modells von Psychologin Elisabeth Kübler-Ross erklären. Ursprünglich wurde dieses für Sterbende und Trauernde entwickelt, es lässt sich aber auch auf die Situation einer Trennung übertragen und beschreibt die fünf Phasen des Trauerns.

1. Leugnen

Die erste Phase ist die des Leugnens. In dieser können wir oft erst einmal nicht wahrhaben, was geschehen ist und dass die Beziehung in die Brüche ging. Oftmals wird deshalb auch als erste Reaktion das Geschehene verdrängt und versucht, möglichst "normal" mit dem Alltag weiterzumachen.

2. Wütend sein

In der zweiten Phase des Liebeskummers entwickeln Betroffene schließlich jede Menge Wut. Nun wird erst die Trennung realisiert und damit einhergehend die Ex-Beziehung und der*die frühere Partner*Partnerin in Gedanken verteufelt. Warum hat man seine Zeit so lange an diese Person verschwendet? Wie konnte man sich überhaupt jemals in diesen Menschen verlieben? Solche Fragen können euch jetzt beschäftigen und eure Wut zum Ausdruck bringen.

3. Verhandeln

Nachdem die Wut durchgestanden ist und wir in die dritte Phase des Trauerns nach einer Trennung eintreten, kommt es zum Verhandeln. Das impliziert, dass die zerbrochene Beziehung teilweise idealisiert wird und man im Positiven auf die gemeinsame Zeit zurückblickt. Könnte es nicht doch noch wieder klappen? Solche Fragen sind jetzt ganz normal.

4. Depressive Stimmung

Bislang habt ihr noch nichts von der Phase gehört, in der über das Gefühl der unendlichen Traurigkeit gesprochen wird, die ihr verspürt? Keine Sorge, die vierte Phase beweist, dass ihr mit eurem Kummer längst nicht allein seid, denn zum überstandenen Trennungsschmerz kann auch eine depressive Phase gehören. Dabei glaubt man, niemals jemals wieder jemanden zu treffen, in den man sich wirklich verlieben kann, der an den*der vorherigen Partner*Partnerin heranreicht und ist überzeugt, für immer allein sein zu müssen. Aber wartet ab, denn natürlich werdet ihr euch aus diesem Tief des Liebeskummers herauskämpfen und mit Sicherheit auch den perfekten Menschen, der für euch bestimmt ist, finden.

5. Annehmen

Kommen wir zur letzten und wohl wichtigsten Phase, um den Schmerz einer Trennung zu verarbeiten, überwinden und endlich glücklich weitermachen zu können: die Zeit der Akzeptanz. Nun ist es euch möglich, euch wieder auf euch und eure Wünsche, Gedanken und Interessen zu konzentrieren. Auf die Zeit der Beziehung könnt ihr zurückblicken, ohne schmerzvolle Gefühle durchmachen zu müssen. Auch wenn es jetzt noch unvorstellbar für euch ist: Ihr werdet diesen Zustand erreichen!

Was kann man gegen Trennungsschmerz tun?

Die Phasen des Trauerns nach Elisabeth Kübler-Ross zu kennen, die üblicherweise in einer solchen Lebensphase durchgemacht werden, kann euch bereits helfen, eure Gefühle einzuordnen und zu verstehen, dass das Leben weitergehen wird und schöne Momente auf euch warten. Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, sich in den schlechten Momenten des Liebeskummers abzulenken, um den Trennungsschmerz, der einen im Alltag lähmen kann oder selbst bei lustigen Momenten wie eine schwarze Wolke über einem schwebt, zu vergessen. Was euch nun guttut? Wir haben es aufgelistet.

  • Freundschaften: In schweren Zeiten merkt man noch einmal mehr, wie wichtig Freunde sind. Das wird euch sicher auch nach einer Trennung so gehen. In dieser Zeit viel mit euren Liebsten zu unternehmen, sie anzurufen, wenn es euch schlecht geht und mit ihren zu lachen, wird euch auf dem Weg der Heilung nach dem Beziehungsaus helfen.

  • Lasst euren Gefühlen freien Lauf: Euch ist zum Heulen zumute oder ihr würdet am liebsten schreien? Kein Problem, raus mit den Gefühlen und dem Schmerz! Denn genau auf diese Art und Weise werdet ihr den alten Ballast los und euer Herz wird heilen.

  • Neue Hobbys: Ihr seid normalerweise mit eurem*eurer Partner*in zusammen zum Sport gegangen? Dann habt ihr nun die Chance, euch eine neue Routine zu schaffen und könnt sogar neue Hobbys angehen. Ihr wolltet schon immer Gitarre spielen oder einen Töpferkurs besuchen? Auf geht’s, dem Liebeskummer entgegnen!

  • Volle Konzentration auf euch: Eine Trennung ist auch immer wieder eine Chance, um festzustellen, was man im Leben wirklich will und was wiederum nicht. Konzentriert euch deshalb in dieser Zeit auch voll und ganz auf euch und stellt keine Vergleiche mit eurem*eurer Ex-Partner*in an. Ob diese*dieser bereits abgeschlossen hat und möglicherweise in einer neuen Beziehung steckt, sollte garantiert nicht euer eigenes Glück beeinflussen.

Wie lange dauert Trennungsschmerz normalerweise?

Auch wenn ihr die Antwort auf diese Frage möglicherweise sehnlichst erwartet: Die Zeit, die ihr zum Verarbeiten einer Trennung benötigt, ist ganz unterschiedlich. Unabhängig davon, wie lange die Beziehung dauerte, könnt ihr monatelang oder auch nur wenige Tage traurig sein. Wichtig ist, dass ihr euch keinen Druck macht und (wie bereits genannt) auch keine Vergleiche mit eurer* eurem Ex anstellt. Früher oder später wird der fiese Trennungsschmerz nämlich Schnee von gestern sein, ihr schreitet wieder unbeschwert glücklich durchs Leben und ein wundervoller Mensch ist an eurer Seite. Wir sprechen aus Erfahrung!

Quellen: Parship.de, Stuttgarter-Nachrichten, liebe-und-beziehungen.deUniversität Binghamton

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