Dehnungsstreifen an der Brust: Entstehung und Vorbeugung

Dehnungsstreifen an der Brust: Entstehung und Vorbeugung

Ihr habt euch gefragt, woher die Dehnungsstreifen auf eurer Brust kommen? Wir erklären euch ausführlich alles über die Entstehung, Vorbeugung und wie ihr lernt die kleinen Merkmale (welche fast jede Frau besitzt) zu lieben.

So gut wie jede*r von uns hat sie, doch nur die wenigsten können sich mit ihnen anfreunden: Gemeint sind Dehnungsstreifen im Bereich der Brust, welche unserer Hautoberfläche Struktur verleihen und nichts sind, wofür man sich schämen muss, was Stars wie Ashley Graham oder Hilary Duff regelmäßig beweisen und sämtlichen Menschen damit Mut machen. Nicht nur ältere Ladys, die möglicherweise bereits Kinder bekommen haben, haben an der einen oder anderen Stelle Dehnungsstreifen – auch auf der Haut jüngerer Frauen zeichnen sich die kleinen Merkmale oftmals ab. Wir haben uns genauer mit dieser Thematik, welche längst kein Tabu-Thema mehr ist, befasst und erklären, wo die Dehnungsstreifen ihren Ursprung haben und wie wir begünstigen können, dass sie etwas weniger stark auftreten.

So entstehen Dehnungsstreifen

Habt ihr euch schon einmal genauer damit auseinandergesetzt, was genau Dehnungsstreifen sind? Es handelt sich um kleine Risse, die in unserer Unterhaut entstehen, wenn das Bindegewebe überdehnt wird – wie der Name schon vermuten lässt.Das kann an den unterschiedlichsten Stellen am Körper passieren – am meisten betroffen sind Oberschenkel, Bauch, Po, Arme oder eben die Brüste. Medizinisch spricht man übrigens von "Striae cutis atrophicae" oder "Striae cutis distensae" und umgangssprachlich von "Schwangerschaftsstreifen". Dabei sind meistens Frauen von dieser Oberflächenstruktur betroffen, da das weibliche Bindegewebe von Natur aus deutlich schwächer ist, als das von Männern.

Ursachen für Dehnungsstreifen an der Brust

Die Ursachen für die kleinen Merkmale auf der Brust sind sehr unterschiedlich. Tatsächlich entwickeln ganze 90 Prozent aller Frauen während ihrer Schwangerschaft Dehnungsstreifen, die mal mehr und mal weniger stark auftreten, deshalb werden sie auch als "Schwangerschaftsstreifen" bezeichnet. Der Grund dafür ist das enorm schnelle Wachstum der Oberweite, das wegen der bevorstehenden Stillzeit stattfindet. Obendrein lockern sich die kollagenen Fasern des Bindegewebes aufgrund der Schwangerschaftshormone.

Doch nicht nur während einer Schwangerschaft treten die markanten Streifen auf – allgemein ist festzustellen, dass sich Dehnungsstreifen als Folge von einer schnellen Gewichtszunahme entwickeln und auch in der Pubertät, wenn die Brüste mit dem Wachstum beschäftigt sind, können sich in diesem Rahmen Risse im Gewebe entwickeln. Manchmal liegt die Ursache außerdem in der Genetik: Einige Menschen haben von Natur aus ein eher schwaches Bindegewebe, was die Entstehung begünstigt. Somit ist es ganz normal, wenn sich die Streifen bereits in recht jungen Jahren abzeichnen. 

© Pexels/ Antonius Ferret

Mit diesen 6 Tricks können wir Dehnungsstreifen vorbeugen

  1. Gut sitzender BH: Zuallererst ist es wichtig, dass ihr keine BHs tragt, die nicht richtig sitzen und viel eher unangenehm in die Haut schneiden. Vor allem der Sport-BH sollte sich angenehm anschmiegen, denn bei den Aktivitäten ist die Brust permanent Erschütterungen oder ruckartigen Bewegungen ausgesetzt. Um das Bindegewebe zu schonen und damit zu verhindern, dass Dehnungsstreifen verstärkt auftreten, ist ein gut sitzendes Modell somit unverzichtbar und außerdem haben wir sowieso keine Lust auf zwickende Bras. Da es ehrlich gesagt gar nicht so einfach ist ein Modell zu finden, dass sich ideal eignet, haben wir euch zusammengefasst, wie ihr den passenden BH für eure Brustform ausfindig macht.
  2. Kalte Duschen: Eine weitere Maßnahme sind eiskalte Duschen (brrr). Doch die Prozedur hat gleich mehrere Vorteile – zum einen wird unser Immunsystem langfristig gestärkt und zum anderen helfen die Wechselduschen dabei das Bindegewebe zu stärken, indem die Durchblutung angeregt wird. Es lohnt sich also, ab und an unter der Dusche die Zähne zusammenzubeißen.
  3. Hautpflege: Eine große Rolle, um Cellulite vorzubeugen ist eine reichhaltige Pflege für die Haut, welche verhindern, dass sie austrocknet. Wir setzen dabei auf ein Produkt, dass speziell für die Vorbeugung von Orangenhaut entwickelt wurde: die "Stretch Marks Cream" von Nuonove (knapp 19 Euro bei Amazon). Die Textur kann ganz einfach regelmäßig – am besten nach dem Duschen – auf der Brust aufgetragen werden.
  4. Zupfmassagen: Sowohl wenn die Streifen bereits sehr sichtbar sind als auch als Vorbeugung machen Zupfmassagen Sinn. Dafür greifen wir zu einem Öl, wie dem beliebten Cellulite-Öl von WELEDA und zupfen mit mehreren Fingern einen Hautwulst, welchen wir dann leicht wegziehen und zurückschnellen lassen, wodurch die Durchblutung angeregt wird. 
  5. Viel Trinken: Dass es wichtig ist, viel zu trinken (mindestens 2 Liter am Tag), wissen wir bereits aus unserer Kindheit. Auch in Hinsicht auf Dehnungsstreifen auf der Brust zahlt es sich aus, wenn man konsequent bleibt und im Alltag fleißig zum Glas Wasser greift, denn so hat die Haut genug Flüssigkeit, um elastisch und gesund zu bleiben.
  6. Radikale Gewichtsveränderungen vermeiden: Last but not least ein sehr wichtiges Thema – extreme Gewichtsveränderungen in kurzer Zeit solltet ihr (so weit es geht) vermeiden. Wenn man zu schnell Kilos verliert oder dazu gewinnt, kommt die Haut nicht hinterher. Das Ganze sollte stattdessen in einem humanen Tempo passieren, sodass die Hautoberfläche mitwachsen kann und ohnehin sind wir aus vielen weiteren Gründen keine Fans von radikalen Diäten oder Ähnlichem.

Dehnungsstreifen an der Brust: Muss ein Arzt aufgesucht werden?

Grundsätzlich sind Dehnungsstreifen auf der Brust etwas ganz Natürliches, weshalb ein Besuch beim Arzt nicht notwendig ist. Schließlich sind die streifenförmigen, schmerzlosen Hautveränderungen einzig und allein ein kosmetisches und definitiv kein gesundheitliches Problem. Wenn ihr jedoch das Gefühl habt, dass die Male in einem rasanten Tempo zunehmen oder ihr starke Probleme damit habt, die kleinen Streifen zu akzeptieren, macht ein Gespräch mit einem Dermatologen (ästhetische Medizin) Sinn, um Sorgen aus der Welt zu räumen oder sich gegebenenfalls über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

So lernen wir unsere Dehnungsstreifen lieben 

Wir können es gar nicht oft genug sagen: Feine, weiße Dehnungsstreifen sind das Normalste der Welt! Um die kleinen Dehnungsstreifen mehr lieben zu lernen und damit neues Selbstbewusstsein zu erlangen, macht es Sinn, mit Freunden darüber zu sprechen und sich grundlegend mit der Frage auseinanderzusetzen, was einen an den Rissen überhaupt stört. Oftmals eifern wir unerreichbaren Schönheitsidealen unserer Zeit nach, die uns im Endeffekt alles andere als glücklich machen und ohnehin unglaublich unrealistisch sind. Im nächsten Schritt bekommen wir ein besseres Gefühl zu unserem Körper, indem wir die betroffenen Stellen pflegen, massieren und auf keinen Fall versuchen zu verstecken. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot! 

Verwendete Quellen: www.netdoktor.de, www.apotheken-umschau.de

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