Maniküre zuhause: In 7 Schritten zu den perfekten Nägeln

Maniküre zuhause: In 7 Schritten zu den perfekten Nägeln

Wir lieben perfekt gepflegte Nägel und Hände und brauchen dafür nicht einmal das Kosmetikstudio aufzusuchen. Mit welchen Schritten die Maniküre nämlich zuhause gelingt und alles Wissenswerte rund um das Thema, haben wir euch zusammengestellt.

Stundenlang feilt, formt und lackiert man seine Fingernägel und am Ende muss man der Wahrheit ins Auge sehen: Die eigens kreierte Maniküre an den Händen sieht nicht gerade professionell aus und an der ersten Ecke splittert der Lack bereits ab. Es steht außer Frage, dass die Nagelpflege Zeit in Anspruch nimmt. Um allerdings ein perfektes Ergebnis zu erzielen, braucht man nicht unbedingt einen Termin im Beauty-Salon. Gewisse Dinge müssen lediglich beachtet werden, wenn die Nägel zuhause lackiert werden sollen. Was ihr für das Vorhaben braucht, wie ihr schrittweise vorgeht und ob möglicherweise ein handelsüblicher Lack oder der Shellac für euch die bessere Wahl ist, klären wir jetzt.

Was ist eine Maniküre?

Ein kleines Verwöhnprogramm für unsere Nägel versteckt sich hinter dieser Bezeichnung. Denn obwohl die Maniküre oftmals synonym mit der Nailart und dem Auftragen kunterbunter Musterungen verwendet wird, bezeichnet sie eigentlich die kosmetische Pflege von Nägeln und Händen. Welche Schritte die perfekte Maniküre daheim beinhaltet und was genau ihr dafür braucht, dazu jetzt mehr.

Was braucht man für die Nagelpflege?

Bevor wir starten, benötigen wir natürlich alle notwendigen Utensilien, um die Nägel in Form zu bringen und sie mit einer stylischen Farbe zu versehen. Am besten schafft ihr euch ein hochwertiges Nagelpflege-Etui an, welches von der Schere bis zur Feile alle wichtigen Instrumente beinhaltet. Unser Favorit ist das Set von "Drei Schwerter" aus hochwertigem Edelstahl, welches ihr auf Amazon für ca. 45 Euro bekommt. Ein stärkender Unterlack mit Biotin, die gewünschte Farbe des Nagellacks und ein fixierender Top-Coat sind außerdem das A und O einer Maniküre, die möglichst lange hält.

Wie geht man bei der Maniküre vor? In 7 Schritten erklärt!

Damit ihr euch über eine makellose, lang anhaltende Maniküre freuen könnt, gilt es mit besonderer Sorgfalt vorzugehen und die Nagelpflege Step-by-Step umzusetzen. Wir erklären euch nun genauer, welche 7 Schritte nötig sind und welchem Ablauf ihr beim Naildesign folgen solltet.

Schritt 1: Nägel vorbereiten

Bevor es richtig losgeht, werden die Nägel erst einmal auf die bevorstehende Maniküre vorbereitet. Das bedeutet erst einmal, dass alter Lack entfernt werden muss. Arbeitet hier am besten mit einem pflegenden Remover ohne Aceton wie dem günstigen Produkt von Maybelline Jade für nur ca. 3 Euro und soften Wattepads zur Entfernung.

Schritt 2: Nagelhaut entfernen

Jetzt wird die Nagelhaut in Angriff genommen, um eine besonders gleichmäßige Maniküre zu erzielen, die aussieht wie vom Profi. Weicht eure Nägel und die Haut am besten in einem Wasserbad auf. Anschließend könnt ihr nun mit einem Holzstäbchen die Nagelhaut zurückschieben. Achtung: Hier keinesfalls spitze Gegenstände verwenden, die sie verletzen könnten.

Schritt 3: Nägel kürzen oder in Form bringen

Angekommen bei Step 3 wird der Nagel nun mit einer Feile in Form gebracht. Hierzu eignet sich am besten eine hochwertige Glasfeile wie die Variante von G.Liane über Amazon für ca. 13 Euro. Die feinporige Schleiffläche ist super-effektiv und formt die Nägel dennoch besonders sanft, sodass keine Risse oder Schäden entstehen, die sie brechen lassen.

Schritt 4: Unterlack verwenden

Ihr könnt uns glauben: Die richtige Vorbereitung ist bei der Nagelpflege absolut entscheidend. Um Verfärbungen vorzubeugen und die Nägel zu pflegen und zu härten, benötigt ihr deshalb einen Unterlack, bevor es an die Farbe geht. Wählt hier beispielsweise einen Nagellack mit Biotin wie das Produkt der Beauty-Brand Essie für ca. 8 Euro.

Schritt 5: Farblack auftragen

Von zartem Creme über knalliges Pink bis hin zu royalem Blau – die Auswahl der schönsten Farben für die Nägel ist vielseitig. Egal, für welche Nuance ihr euch entscheidet, ihr solltet darauf achten, besonders dünne Schichten aufzutragen. Ist der Nagellack nach einer Lage nicht deckend genug, könnt ihr noch ein zweites Mal drüber gehen. Wichtig jedoch: genügend Wartezeit zwischen jeder Schicht, die gut durchgetrocknet sein muss. Übrigens: Uns hat es die Farbe "Always bare for you" der Sheer Collection von O.P.I. für ca. 15 Euro angetan.

Noch mehr stylische Nuancen findet ihr hier: 

Schritt 6: Topcoat auftragen

Eure Maniküre kommt so langsam zum Ende. Jetzt wollen wir das Ganze aber noch lange haltbar und am liebsten splitterfest machen. Damit wir außerdem nicht stundenlang warten möchten, bevor wir wieder zum Alltag zurükkehren, greifen wir zum trickreichen Top Coat. "Good to go" heißt der beliebte Bestseller von Essie, den über 2.000 glückliche Kund*innen lieben. Er sorgt mit seiner schnelltrocknenden Formel für versiegelte Lackschichten in Sekundenschnelle und hinterlässt einen umwerfenden Glanz.

Schritt 7: Nagelöl verwenden

Und da wären wir bereits beim siebten und letzten Schritt der perfekten Maniküre, welcher die Verwendung eines Nagelöls impliziert, das vor einer trockenen und spröden Nagelhaut schützt und nach einer strapazierenden Maniküre besonders wichtig ist. Für ein kleines Spa-Erlebnis daheim greifen wir zum O.P.I. ProSpa Nail & Cuticle Oil, das ihr bei Amazon für ca. 14 Euro ordern könnt. Dort bekam es von knapp 8.000 Kund*innen viereinhalb Sterne verliehen. Kurz trocknen lassen und zuletzt noch die Hände eincremen.

Frau macht sich selbst eine Maniküre

© iStock/ Natalya Sambulova

Welche Fehler sollte man vermeiden?

Auch wenn das Ganze schrittweise erklärt ziemlich einfach klingt, gibt es jede Menge Fehler, die sich bei der Maniküre einschleichen können und die teilweise fatal sind. Wir haben euch die größten No-Goes aufgelistet:

  • Nagelhaut schneiden: Was sich schon schmerzhaft anhört, kann es auch sein. Denn die Nagelhaut ist eine besonders sensible Partie, die ihr nicht mit einer Schere oder anderen spitzen Utensilien in Angriff nehmen solltet. Ein entspannendes Wasserbad und ein stumpfes Holzstäbchen, um sie zurückzuschieben, sind die bessere Idee.
  • Schneiden statt feilen: Es geht deutlich schneller zur Schere zu greifen? Möglicherweise! Jedoch solltet ihr euch diese Zeit nicht einsparen, da gesplitterte Nägel die Folge sein können. Lieber mit einer Glasfeile arbeiten und diese auch nur in eine Richtung anwenden.
  • Keinen Unterlack verwenden: Sieben Schritte sind eine Menge, das wissen auch wir. Einzelne Steps wie das Auftragen des Unterlacks sollten dennoch nicht geskippt werden. Nicht nur pflegt der Lack eure Nägel, auch schützt er vor dauerhaften Verfärbungen, die ich nur durch Abschleifen des Nagels oder Herauswachsen wieder loswerdet.

Wie lange hält die Maniküre?

Wer schöne Nägel ohne Shellac, Gel oder Acryl will, der muss diese auch regelmäßig selbst pflegen. Einmal täglich schrubbt ihr die Hände am besten sanft mit einer speziellen Nagelbürste. Das Herunterfeilen und in Form bringen reicht alle 7 bis 14 Tage aus, abhängig davon, wie schnell eure Fingernägel wachsen. Je nach Nagellack und seiner Haltbarkeit müsst ihr auch die Farbe neu auftragen. Oftmals sieht diese aber spätestens nach 7 Tagen nicht mehr so schön aus und sollte erneuert werden.

Maniküre mit Shellac – was sind die Vorteile?

Ihr wollt nicht jede Woche so viel Zeit in eure Nägel investieren? Durchaus verständlich! Der Schlüssel zum Erfolg von gepflegten Händen könnte in diesem Fall Shellac sein. Der Lack hält je nach Nagelwachstum und Beanspruchung ca. 2 bis 3 Wochen. Beim Auftragen des Shellacs ist allerdings UV-Licht notwendig. Dieses härtet den Lack in Sekundenschnelle aus. Anders als bei Gel-Nägeln braucht es kein strapazierendes Entfernen. Einfach in Aceton-Umschläge verpackt lässt sich das Produkt leicht entfernen, ohne dass dieser heruntergefeilt werden muss. Eine genaue Anleitung wie ihr Shellach selbst entfernt, haben wir euch auch hierfür bereits zusammengestellt.

Verwendete Quellen: nails.de, essie.de, treatwell.de

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