Bruststraffung: Alles, was ihr rund um den Eingriff wissen solltet

Bruststraffung: Alles, was ihr rund um den Eingriff wissen solltet

Ihr denkt schon seit Längerem über eine Bruststraffung nach? Wir haben zusammengefasst, was ihr vorab über den Eingriff wissen solltet – von dem Ablauf der OP über die Beweggründe bis hin zu den anfallenden Kosten.

Vorab ist zu erwähnen, dass alle unterschiedlichen Brustformen auf ihre eigene Art und Weise schön sind. Es ist außerdem ganz normal, dass sich die Brüste im Laufe des Lebens oder durch Änderungen des Körpergewichtes verändern können. Zudem haben natürlich die weiblichen Hormone einen enormen Einfluss auf die Form sowie Größe der Oberweite. 

Nichtsdestotrotz ist nicht jede Frau glücklich mit ihrer Brust, was eine starke psychische Belastung darstellen kann und vor allem auf Dauer alles andere als gesund ist. Der Grund dafür ist häufig ein schlaffer Busen, der an Spannkraft verloren hat. Um diesen Zustand zu verändern, wird oftmals eine Bruststraffung – auch Mastopexie genannt – in Betracht gezogen, bei der Form, Festigkeit sowie Größe der Oberweite verändert werden. Nachdem wir euch bereits ausführlich über eine Brustvergrößerung aufgeklärt haben, wollen wir euch nun alle Fragen rund um eine Bruststraffung beantworten.

Mögliche Gründe einer Bruststraffung 

Zu allererst möchten wir klären, was eine Frau dazu bewegt, sich die Brüste straffen zu lassen oder wann sogar eine Notwendigkeit des Eingriffes besteht. Dabei sind die Ursachen der OP individuell – oftmals lässt die Spannkraft der Brust nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsveränderung nach, woraufhin es passieren kann (aber nicht muss), dass sich die Frau unwohl in Körper fühlt und sich in der Auslebung ihrer Sexualität gehemmt fühlt. Dasselbe kann im Alter passieren, wenn die Brüste anfangen mehr zu hängen oder das Ganze genetisch bedingt ist. 

Dass wir alle mal Phasen haben, in denen wir mit bestimmten Körperstellen nicht ganz zufrieden sind, ist ganz normal, doch es sollte nicht zu einem Dauerzustand werden, weshalb die Bruststraffung eine wichtige Maßnahme sein kann. Eine Mastopexie ist möglich, wenn der Haut- sowie Gewebemantel an den Brüsten an Spannkraft und Elastizität verloren haben, wodurch die Brüste demnach absinken und die Brustwarzen recht tief sitzen. Wer sich für den Eingriff zur Straffung der Brust entscheidet, sollte eine Klinik aufsuchen, die sich im besten Fall sogar auf diese Operationen spezialisiert hat und in einem Beratungsgespräch mit dem*der Arzt*Ärztin herausfinden, welche Optik des Dekolletés gewünscht ist und welches Ergebnis genau möglich ist. 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Die Bruststraffung zählt zu den ästhetisch-plastischen Operationen und ist damit eine Schönheitsoperation. Für den Eingriff müssen die Patient*innen volljährig sein, auch wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Zudem muss die Brust vollständig entwickelt und ausgewachsen sein. Der allgemeine Gesundheitszustand muss gut sein und es sollten möglichst keine Vorerkrankungen bestehen.

Doch auch der psychische Aspekt ist nicht unwichtig: Sollte der*die Facharzt*Fachärztin für plastische und ästhetische Chirurgie im ersten Beratungsgespräch bereits feststellen, dass die Beweggründe für die Operation sozialer oder familiärer Druck sind, wird von dem Eingriff direkt abgeraten.

Wie läuft eine Bruststraffung ab?

In manchen Fällen wird die Bruststraffung sogar mit einer Brustvergrößerung oder Brustverkleinerung kombiniert, weshalb zusätzlich Implantate zum Einsatz kommen können, doch dazu gleich mehr. In der Regel dauert die Operation etwa 2 bis 3,5 Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Während des Eingriffes wird überschüssige sowie erschlaffte Haut mit gezielten Schnitten entfernt. Zudem werden die Brustwarzen kurzzeitig abgenommen und an eine höhere Stelle gesetzt, wodurch der Busen umgeformt wird und die Wunschform schließlich erreicht werden kann.

Welche genaue Schnitttechnik gewählt wird, ist vom Ausgangsbefund abhängig. Ist es beispielsweise notwendig, viel Gewebe zu entnehmen, werden mehrere Schnitte benötigt als bei weniger umfangreichen Bruststraffungen. Dabei ist es in jedem Fall das Ziel, ein möglichst narbenfreies Ergebnis zu erreichen. Unterschieden wird meistens zwischen diesen drei Optionen der Straffung: 

  1. Einfache Bruststraffung: Dieser Eingriff umfasst ausschließlich die Straffung der eigenen Brust und sorgt für ein besonders natürliches Ergebnis.
  2. Bruststraffung mit Verkleinerung: Bei der zusätzlichen Verkleinerung des Busens wird außerdem ein Teil des Brustgewebes entfernt, wodurch die Oberweite ungewolltes Volumen verliert.
  3. Bruststraffung mit Vergrößerung: Auch das Gegenteil, eine Vergrößerung der Brüste kann mit der Straffung kombiniert werden. In diesem Fall kommt ein Implantat zum Einsatz.

Bruststraffung: Wie hoch sind die Kosten?

Es lässt sich nicht exakt festlegen, wie teuer eine Bruststraffung ist, da die Kosten abhängig von der gewünschten Form, Größe sowie Operationstechnik und der Ausgangslage des Busens sind. Obendrein kommt es auf die jeweilige Praxis an und die Nachsorgemittel wie beispielsweise der Stütz-BH sind in den Gesamtkosten für eine Bruststraffung in der Regel enthalten. Pauschal kann man mit einem Preis von 2.500 bis 5.000 Euro rechnen. Damit es nicht zu einer bösen Überraschung kommt, solltet ihr euch in der jeweiligen Klinik oder Praxis einen Kostenvoranschlag holen.

Mögliche Komplikationen nach der Bruststraffung

Allgemein treten nach der Bruststraffung nur leichte oder sogar gar keine Beschwerden auf, vor allem, wenn die OP von erfahrenen Fachärzt*innen durchgeführt wurde. Dennoch bestehen wie bei jeder anderen Operation auch ein paar Risiken, beispielsweise kann es im Nachhinein zu Sensibilitätsstörungen im Bereich der Brustwarzen kommen, die sich allerdings bei den meisten Frauen mit der Zeit wieder legen. Weitere Komplikationen wie Blutungen, Blutergüsse oder Infektioenn können auftreten, worüber euch der jeweilige Facharzt oder die jeweilige Fachärztin jedoch ausführlich aufklärt. Auch mit sichtbaren Narben oder einem kurzzeitigen Spannungsgefühl der Haut muss gerechnet werden. 

Verwendete Quellen: medical-one.de, dermatologikum.de, sophienklinik-stuttgart.de

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