Cheek Piercing: Alles, was ihr über das Wangenpiercing wissen müsst

Cheek Piercing: Alles, was ihr über das Wangenpiercing wissen müsst

Das Cheek Piercing wird am seltensten gestochen, bringt aber die größten Risiken mit sich. Wir sagen euch, was ihr vor dem Stechen wissen müsst.

Wangenpiercing bei tätowierter Frau
© iStock/LumiNola
Cheek Piercings wurden in den 90ern zum Trend. Die Stecker in den Wangen werden heute aber sehr selten gestochen. Wir verraten euch, woran das liegt ...

Im Gesicht können wir uns an allen möglichen Stellen mit Piercings verschönern. Besonders beliebt sind dabei Zungenpiercings oder auch Stecker in der Nase. Eher selten, aber auch nicht untypisch ist das Cheek Piercing. Der Stecker wird dabei in den meisten Fällen seitlich des Mundes am Grübchen gestochen. Ein Cheek-oder auch Wangenpiercing ist also das perfekte Accessoire für euer Grübchen beim Lächeln. Was genau es mit dem Schmuck auf sich hat, was ihr beachten müsst im Piercingstudio und wie viel der Stecker kostet, haben wir für euch herausgefunden.

Was ist ein Cheek Piercing?

Das Cheek Piercing, oder auch Wangenpiercing oder Dimplepiercing genannt, ist ein recht selten gestochenes Piercing und wird vom Profi seitlich des Mundes am Grübchen gestochen. Verwendet wird ein sogenannter Labret-Stecker, der ungefähr 1,6 Millimeter dick ist und den Piercings speziell für die Lippe ähnelt. Bekannt wurde das Piercing durch Rituale in Thailand und Malaysia, bei dem sich Mönche am Fest der neun Kaisergötter in einen Trancezustand versetzen und sich dabei das Piercing in die Wange stechen lassen. Schaut man historisch weiter in die Vergangenheit, findet man solche Rituale auch im alten Ägypten im 16. Jahrhundert. Da wurden allerdings Gegenstände unterschiedlicher Art durch die Wangen gestochen. Bei uns ist das Cheek Piercing in den 90er-Jahren erst richtig zum Trend geworden. Hier wird aber der Modeschmuck durch die Seltenheit von Grübchen und der Risiken im Gesicht nicht allzu häufig gestochen.

Wie läuft das Stechen ab?

Vorab solltet ihr wissen, dass das Dimple Piercing an einer Stelle gestochen wird, an der sehr wichtige Arterien und Nerven verlaufen und es deshalb als eines der gefährlicheren Piercings gilt. Ihr solltet deshalb, eigentlich bei jedem Piercing, immer zu einem Profi gehen und euch professionell behandeln lassen. Der*Die Piercer:in kann nämlich vorher die zu durchstechende Stelle durchleuchten und genau sehen, wo die Arterien im Gesicht durchlaufen. Das verringert das Risiko von Komplikationen am Ende. Wenn der Profi das Go gibt, dann wird die Einstichstelle mit einem Stift markiert und großzügig desinfiziert. Nun wird es ein Tick unangenehm, denn mittels einer Klemmzange wird die Wange fixiert und von außen nach innen das Piercing gestochen. Das Stechen dauert aber nicht allzu lange, in den meisten Fällen werden aber beide Grübchen im Gesicht gestochen, weshalb ihr die Prozedur gleich zweimal über euch ergehen lassen müsst.

Diese Risiken birgt das Piercing

Vorab müsst ihr wissen, dass ein Dimple Piercing immer eine Einstichstelle hinterlassen wird, selbst wenn ihr den Stecker in ein paar Jahren nicht mehr tragen möchtet. Wie wir euch oben schon geraten haben, solltet ihr ein Cheek Piercing niemals selbst stechen, sondern stets zu einem ausgebildeten Profi gehen. Piercer:innen sind routiniert und wissen genau, an welchen Stellen sie besonders vorsichtig sein müssen. Wie bei vielen Eingriffen können trotzdem auch immer mal wieder Risiken auftreten. Wenn der*die Piercer:in zum Beispiel beim Stechen eine Nervenbahn treffen sollte, dann kann es zu Taubheitsgefühlen und Problemen mit der Mimik führen. Ihr sollet außerdem drauf achten, dass ihr nie auf das Piercing drauf beißt, da das auch die Heilung verlangsamen und euren Zähnen schaden kann. Wenn ihr euer Gesicht wascht oder euch duscht, können Shampoo oder ein Reinigungsschaum eure Wunden reizen und Schmerzen verursachen. Ihr solltet daher auf eure frisch gestochenen Piercings achtgeben. Wichtig: Während des Heilungsprozesses solltet ihr das Piercing nicht herausnehmen.

Wie viel kostet ein Cheek Piercing?

Die Kosten können von Piercer:in zu Piercer:in unterschiedlich sein. Am besten lasst ihr euch auch stets vor dem Stechen einmal richtig beraten. Der Körperschmuck für euer Gesicht kostet ungefähr 40 bis 80 Euro. Bei vielen Piercingstudios sind auch der Erstschmuck und eine Piercingpflege im Preis schon enthalten.

Wie schmerzhaft ist das Stechen?

Leider gehört das Cheek Piercing zu den Steckern, die sehr schmerzempfindlich sind, da viele Nervenbahnen durch unser Gesicht verlaufen. Allerdings empfindet jeder Mensch Schmerzen unterschiedlich und jede*r kann das Stechen des Modeschmucks anders wahrnehmen.

Das müsst ihr bei der Heilung und Pflege beachten

Heilung

Da die Piercings im Gesicht und an einer sehr empfindlichen Stelle gestochen werden, kann der frisch gestochene Modeschmuck zu längeren und starken Schwellungen führen. Deshalb wird am Anfang auch ein längeres Piercing gestochen, das nach dem Heilungsverlauf ausgetauscht wird zu einem kürzeren Stab. Am Anfang solltet ihr unbedingt auf diese Dinge verzichten, da diese Produkte die Heilung verlangsamen können:

  • Milchprodukte
  • Alkohol
  • Nikotin

Es ist außerdem ratsam, eine desinfizierende Mundspülung zu verwenden und so die Stelle im Mund sauber zu halten. Bis eure Piercings richtig verheilt sind, dauert es in der Regel 6 bis 8 Wochen.

Pflege

Welcher Schmuck eignet sich für ein Cheek Piercing?

Am Anfang werdet ihr als Erstschmuck einen längeren geraden Piercingstab gestochen bekommen (Barbell). Durch den Stab heilen die Einstichstellen an den Wangen besser und es kommt zu weniger Risiken. Nach der Heilung könnt ihr den Stab im Piercingstudio austauschen lassen. Empfehlenswert sind für Dimple Piercings Labret Piercingsstecker. Dabei sollte der Schmuck aus Titan oder PTFE (Bioflex) gefertigt sein.

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