Nasenpiercing stechen lassen: Alles, was ihr vorher wissen müsst

Nasenpiercing stechen lassen: Alles, was ihr vorher wissen müsst

Ihr denkt darüber nach, euch ein Nasenpiercing stechen zu lassen? Dann klären wir euch über alles auf, was ihr vorher und schließlich nach dem Stechen wissen müsst.

Schlaghosen, Baguette-Handtaschen oder bauchfreie Spaghettitops – die Vibes der frühen 2000er-Jahre sind längst zurück. Nicht nur in der Modewelt lesen wir dies anhand der neuesten Trends ab, bei denen man das Gefühl bekommt, die Zeit wäre zurückgedreht worden, sondern auch an den schönsten Piercings, die ihr Comeback feiern. Neben dem allseits beliebten gepiercten Bauchnabel, verzierten Nippeln, dem Schmuck für die Zunge oder dem Conch- und Tragus-Piercing am Ohr gehört vor allem der Nasenring zu den Klassikern schlechthin. Denkt ihr bereits über ein solches Nasenpiercing mit einem Ring oder Stecker nach, dann haben wir alle Infos für euch zusammengestellt, die ihr vor dem Stechen wissen solltet.

Was ist ein Nasenpiercing?

Das Nasenpiercing gehört schon längst zu den Lieblingen unter den Piercings. Dabei wird zwischen verschiedenen Varianten wie dem Nostril, dem Septum oder dem Bridge unterschieden.

Nostril-Piercing

Die wohl bekannteste Version dieses Schmucks ist das Nostril-Piercing. Dieses wurde erstmals vor rund 4000 Jahren im Mittleren Osten gestochen. Heute ist das Piercing, welches durch den rechten oder linken Nasenflügel verläuft, ein beliebtes Schmuckstück, das sowohl Frauen als auch Männer tragen.

Septum

Außerdem beim Piercer stark nachgefragt ist das Septum. Dieses wird durch das Bindegewebe der Nasenscheidewand gestochen. Da das Gewebe an dieser Stelle besonders weich ist, ist das Stechen längst nicht so schmerzhaft wie beispielsweise dieselbe Prozedur am Nasenflügel. Dort befinden sich nämlich viele Nervenbahnen.

Frau mit verschiedenen Piercings im Gesicht

 

©Getty Images

Bridge-Piercing

Eine andere Möglichkeit ist das Bridge-Piercing. Das Schmuckstück liegt am oberen Nasenrücken zwischen den Augen. Entscheidet ihr euch für diese Variante, solltet ihr definitiv einen echten Profi auf diesem Gebiet aufsuchen, da es sich um eine sensible Partie im Gesicht mit vielen Nervenbahnen handelt.

Wer sticht ein Nasenpiercing?

Wir haben es bereits angerissen und können es nur noch einmal betonen: Wer von einem Nasenpiercing träumt, der sollte sich diesen Wunsch nur bei einem professionellen Piercer erfüllen lassen. Wichtig ist außerdem, dass ihr euch den Nasenschmuck nicht schießen lasst, wie es bei einem Ohrloch der Fall sein könnte. Der Druck der Maschine könnte zu einem ausgefransten Stichkanal und im Späteren Entzündungen führen. Aber wie das Piercen abläuft, dazu haben wir noch weitere Infos für euch.

Wie geht der Piercer beim Stechen vor?

Damit ihr schon einmal ein Bild von dem bekommt, was euch beim Nasenpiercing bevorsteht, gehen wir nun in die Tiefe: Zunächst wird die Stelle vom Piercer ordentlich gereinigt und desinfiziert. Nun wird die Einstichstelle mit euch abgestimmt, markiert und schließlich mit einer sterilen Kanüle durchstochen. Der direkte Einsatz des Schmuckstücks in Form eines Steckers oder des Rings folgt nun. Et voilà, die Prozedur ist überstanden und das erste Piercing sitzt.

Welche Risiken gibt es?

Vor dem Stechen klärt euer Piercer euch über die Risiken auf. Natürlich ist ein Piercing nie frei von Risiken. Da es eine Wunde ist, birgt diese immer die Gefahr einer Entzündung. Unheimlich wichtig ist deshalb auch die Pflege des Nasenpiercings, auf die wir natürlich noch genauer eingehen.

Insgesamt lässt sich sagen: Entscheidet ihr euch für ein Piercingstudio, in dem professionelle Kräfte steril arbeiten, ist die Gefahr einer Entzündung möglichst gering. Insbesondere das Nostril-Piercing ist am risikoärmsten. Aufgrund der verlaufenden Nervenbahnen ist vor allem das Bridge zwischen den Augen riskanter. Werden Nerven und Blutgefäße verletzt, dann kann dies natürlich Folgen wie beispielsweise Gesichtslähmungen haben. Euer Piercer wird euch allerdings in jedem Fall über diese im Vorwege aufklären. Tut er dies nicht, ist trotz eures großen Wunsches vom Piercing dringend abzuraten.

Wie reinige ich ein Nasenpiercing?

Nun zur Reinigung: Um das Entzündungsrisiko möglichst gering zu halten, ist die Pflege enorm wichtig. Euer Piercer wird euch sicher genau darüber aufklären, was zu beachten ist. In der Regel gilt allerdings, dass ihr die Einstichstellen zweimal täglich mit einem Desinfektionsspray behandelt. Hier können wir euch das Wundspray von Hansaplast für ca. 5 Euro ans Herz legen. Achtet bei der Anwendung unbedingt auf saubere Hände. Im Allgemeinen solltet ihr das Piercing aber so wenig wie möglich berühren und vor Schmutz, Fussel und Co. schützen.

Wie lange dauert die Heilung?

Abhängig von der Variante des Piercings, für das ihr euch entscheidet, variiert auch die Heilungszeit. Bei einem risikoarmen Nostril-Piercing beträgt die Heilung üblicherweise vier Wochen. Ist die Stelle des Piercings besonders empfindlich, kann es bis zu drei Monaten dauern. Natürlich reagiert jeder Körper aber auch anders, was sich in verschiedenen langen Heilungsphasen widerspiegelt.

Wann kann ich den Nasenschmuck wechseln?

Ähnlich wie bei der Heilungsdauer gibt es auch für den Wechsel des Nasenschmucks keine allgemeingültige Antwort. Um euch einen Zeitraum mit an die Hand zu geben, könnt ihr ca. 8 bis 12 Wochen einplanen, bevor ich auf ein anderes Schmuckstück umsteigt, welches oftmals einen kürzeren Stab oder einen schmaleren Ring aufweist. Auch dann solltet ihr aber im Auge behalten, dass der Ring oder Stecker groß bzw. lang genug ist und die Stelle nicht abdrückt.

Stylischen Nasenschmuck zum Wechseln gibt es beispielsweise hier zum Nachshoppen. Allerdings solltet ihr auch hier vorsichtig sein und am besten den Piercer eures Vertrauens aufsuchen, um das Schmuckstück auszutauschen.

Was soll man bei einem entzündeten Nasenpiercing tun?

Wenn die Einstichstelle zunächst geschwollen ist, ist das völlig normal. Schmerzt die Stelle allerdings stark, nässt die Wunde oder schwillt extrem an, dann solltet ihr in jedem Fall euren Piercer aufsuchen. Dieser kann mit seinem Wissen eingriffen oder euch an einen Arzt verweisen.

Verwendete Quellen: Nasen-Ratgeber.de, Styleliebe.de, Womz.de

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