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Fasten: Das passiert mit dem Körper, wenn du auf Nahrung verzichtest

Von Inga am Donnerstag, 10. Oktober 2019 um 12:57 Uhr

Fastenkuren verschiedenster Art sind momentan so beliebt wie nie und erleben einen regelrechten Boom. Wir haben uns genauer mit den Auswirkungen beschäftigt und sind auf fünf Effekte gestoßen, die der Verzicht auf unseren Körper hat.

Diverse Fastenmethoden ersetzen mittlerweile reguläre Diäten, darunter das 8-Stunden-Prinzip, Intervallfasten, Basenfasten oder auch alternierendes Fasten. Doch hinter der Idee, zeitweise auf Nahrung zu verzichten, steckt noch vielmehr, als bloß die Gewichtsabnahme und das Erreichen der ersehnten Bikinifigur. Forscher beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Effekten von systematischem Verzicht und den Auswirkungen, die dies auf unseren Körper hat. Studien belegen inzwischen, dass Fasten wie eine Medizin wirken kann und positive Effekte auf den Körper und auch die Psyche hat. Sowohl traditionelle Kuren, als auch Nahrungsverzicht über 14 Stunden oder einige Tage, Dinner- oder Breakfast-Cancelling sollen ihre Wirkung zeigen, besonders effektiv ist aber Heilfasten, welches lediglich auf 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag in Form von Wasser und Kräutertees, Gemüsebrühe sowie Gemüsesäften basiert. Was mit deinem Körper passiert, wenn du über einen längeren Zeitraum fastest, haben wir herausgefunden und verraten wir dir jetzt…

1. Dein Körper wird gereinigt

Bereits nach 14 bis 16 Stunden ohne Nahrung beginnt im Körper ein innerer Reinigungsprozess. Wenn wir fasten, funktioniert unser Körper wie ein Recyclingsystem, sucht sich die benötigte Energie aus eigenen geschädigten Proteinen oder Zellorganellen, und verdaut sich quasi selbst. Noch brauchbare Bestandteile werden dabei wiederverwertet, durch den Prozess werden außerdem Bakterien und Viren bekämpft und Infektionen sowie Alterungsprozessen wird vorgebeugt.

2. Du verlierst Bauchfett 

Ein weiterer Effekt, der für viele Menschen die Motivation beim Fasten ist, ist die Gewichtsabnahme. Besonders das gefährliche innere Bauchfett kann verringert werden. Es gibt übrigens kaum eine bessere Methode, um langfristig und gesund Körperfett zu verlieren, als das Intervallfasten. Wichtig ist jedoch zu wissen: Im Gegensatz zu Diäten geht es beim Fasten in der Regel nicht ausschließlich um eine Gewichtsabnahme, sondern in erster Linie um Entgiftung, Ausscheidung und Regeneration.

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3. Der Darm reguliert sich 

Auch auf den Darm und die Verdauung hat Fasten, insbesondere Basenfasten, welches für eine Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper sorgt, eine heilende Wirkung. Das Problem vieler Nahrungsmittel ist nämlich, dass sie im Dünndarm nur schlecht oder überhaupt nicht aufgenommen werden. Die Folge: Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie durch die Darmbakterien vergärt werden und der Bauch bläht sich durch das viele Gas auf. Fasten bewirkt, dass sich Darm regulieren kann, sodass die Beschwerden verschwindet, was einen großen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten kann. 

4. Innere Ruhe und Entspannung

Während man sich zu Beginn der Fastenphase noch unwohl, nervös und sogar gestresst fühlen kann, setzt nach einiger Zeit die gegenteilige Wirkung ein. Irgendwann lässt das Hungergefühl nach und wird durch eine innere Gelassenheit ersetzt. Der Grund:  Beim Fasten wird im Gehirn mehr vom Stimmungsaufheller Serotonin gebildet. Menschen sprechen von einer ganz besonderen Stimmung und dass sie innerlich stärker, klarer und gelassener wurden, weshalb auch sehr gestressten Personen nicht selten zu einer Fastenkur geraten wird. 


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5. Zu hoher Blutdruck sinkt

Bewegungsmangel, zu fettiges und zu salziges Essen sowie Stress führen nicht selten zu Bluthochdruck. Die guten Nachrichten: Auch Cholesterinwerte, Blutzucker und zu hoher Blutdruck können durch eine Fastenkur sinken, denn Kochsalz wird dadurch ausgeschieden und nur noch in geringsten Mengen (etwa durch Gemüsesaft) zugeführt. Dies bestätigt sogar eine amerikanische Studie, die zeigt, dass Fasten einen positiven Effekt auf die Blutdruckwerte hat. 

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