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Liebe: Das passiert mit deinem Körper, wenn du verknallt bist

Von Anne-Kristin am Sonntag, 17. Januar 2021 um 16:16 Uhr

Die Liebe ist wohl das schönste Gefühl dieser Welt. Wir fühlen uns wie ein völlig anderer Mensch, wenn wir verknallt sind. Woran das liegt und was in unserem Körper passiert, haben wir für euch herausgefunden.

Man sagt nicht umsonst, verliebt sein würde sich anfühlen, als schwebe man auf Wolke sieben. Es ist tatsächlich eines der schönsten Gefühle auf dieser Welt. Vor allem dann, wenn die Emotionen auch erwidert werden. Wir können nur noch an den anderen denken, uns nicht vorstellen, ohne ihn zu sein und würden am liebsten jede freie Minute mit ihm verbringen. Grund für all diese wunderbaren Feelings sind jede Menge Prozesse, die dabei in unserem Körper ablaufen. Es handelt sich um chemische Reaktionen, die die bekannten Schmetterlinge oder das Kribbeln im Bauch auslösen, die uns so wohlig warm ums Herz werden lassen und in uns das Gefühl erwecken, die ganze Welt umarmen zu wollen. Vergleichbar ist das mit einem Drogenrausch. Es werden die gleichen Gehirnareale angesprochen wie beim Konsum von Alkohol oder Opiaten. Kein Wunder also, dass sich Liebeskummer gerne einmal anfühlt wie ein kalter Entzug. Die Reaktionen in unserem Körper äußern sich vor allem durch die Ausschüttung von Hormonen. Welche davon sich beim Verliebtsein bemerkbar machen, verraten wir euch hier. 

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1. Dopamin schürt die sexuelle Lust

Wenn wir verliebt sind, schüttet unser Körper vermehrt das Glückshormon Dopamin aus. Das Gehirn reagiert darauf mit einer gesteigerten Lust auf Sex und Zärtlichkeiten. Kein Wunder also, dass wir unserem Liebsten gerne ständig die Kleider vom Leib reißen würden und ständig darauf aus sind, ihm körperlich nahe zu sein. Die übermäßige Ausschüttung von Dopamin löst in uns aber auch das typische Gefühl aus, auf Wolke sieben zu schweben. Wir fühlen uns rundum glücklich und zufrieden. Einen kleinen negativen Nebeneffekt nehmen wir dafür gerne in Kauf: Wir fühlen uns wie im Rausch und können durch das Glückshormon manchmal weder essen noch schlafen. 🔥

2. Adrenalin lässt unser Herz rasen

Wenn wir verliebt sind, schütten wir zudem vermehrt das Hormon Adrenalin aus. Diese Reaktion des Körpers äußert sich in einem schnelleren Herzschlag, wenn unser Liebster vor uns steht. Adrenalin wird von unserem Organismus normalerweise in Paniksituationen ausgeschüttet, um uns impulsiv und aktiv zu machen. Das Hormon sorgt für einen gesteigerten Blutdruck und führt zu den bekannten Schmetterlingen im Bauch. 🦋

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3. Oxytocin macht uns blind vor Liebe

Der Gegenspieler zum Dopamin ist das Hormon Oxytocin. Es wird auch als Kuschelhormon bezeichnet und ist vor allem für lang anhaltende Beziehungen von enormer Bedeutung. Es wird ausgeschüttet, wenn wir die Wärme und den Körperkontakt unseres Gegenübers spüren und genießen. Während der Ausschüttung des Hormons werden andere Areale des Gehirns hingegen heruntergefahren. So beispielsweise auch der Part, der für rationale Entscheidungen verantwortlich ist. Das erklärt die Tatsache, dass frisch Verliebte oft etwas blind durch die Welt laufen, die bekannte rosarote Brille aufhaben und kaum einen klaren Gedanken fassen können. 

4. Cortisol macht uns vergesslich

Auch das Stresshormon Cortisol kommt vermehrt in unserem Körper vor, wenn uns Amors Pfeil getroffen hat. Dabei handelt es sich aber nicht um den gewöhnlichen Stress, den wir beispielsweise bei der Arbeit oder im Alltag empfinden, sondern um eine positive Stresssituation. Das Ergebnis ist eine gewisse Zerstreuung. Wir wirken so, als hätten wir nicht alle Gedanken beisammen. Grund dafür ist, dass der positive Stress alles andere unwichtig erscheinen lässt. 😍

5. Vasopressin löst Bindungsgefühle aus

Sind wir verliebt, haben wir zudem das Gefühl, uns binden zu wollen. Ausgelöst wird das durch das Hormon Vasopressin. Es wird auch als Bindungshormon bezeichnet und wird ähnlich wie Oxytocin bei Berührungen und Küssen ausgeschüttet. Vasopressin ist vor allem für die emotionale Bindung und das Zulassen von Nähe erforderlich. In Verbindung mit Oxytocin löst es in uns zudem den Anreiz bzw. den Wille aus, treu zu sein und sich zu vermehren. So will die Evolution sichergehen, dass Gene weitergegeben werden. 

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