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Das erste Tattoo: 10 Dinge, die du beachten solltest

Von Frederika am Mittwoch, 21. März 2018 um 19:16 Uhr

Preise, Schmerzen, Ablauf: Wir beantworten alle Fragen rund um das erste Tattoo

Lasse ich es mir nun stechen, oder nicht? Es gibt viele Dinge, die dazu führen können, dass man mit der Idee des ersten Tattoos große Unsicherheiten verbindet. Vielleicht weiß man nicht, was einen erwartet, macht sich Gedanken zum richtigen Motiv oder sorgt sich um die Reaktion seiner Mitmenschen. Vielleicht fehlte aber auch einfach die Auseinandersetzung mit dem Thema Tattoo, das auf den ersten Blick zugegebenermaßen sehr komplex erscheinen kann. Was auch immer es ist, dass dich bisher von einer Tätowierung abgehalten hat: Wir haben eine Antwort auf all deine Fragen! Diese Hinweise solltest du unbedingt beachten, bevor es ans Stechen geht… 

1. Welches Motiv soll ich auswählen?

Wenn du mit der Idee spielst, dir ein Tattoo stechen zu lassen, dann ist es wahrscheinlich, dass du schon ein Motiv im Kopf hast, das du dir auf deinem Körper verewigen lassen möchtest. Vielleicht ist es etwas, was dir viel bedeutet, vielleicht hast du aber auch nur Spaß an Körperkunst – was auch immer es ist, dass dich ins Tattoo-Studio zieht, über drei Dinge solltest du dir Gedanken machen. Zunächst wäre da die Farbe, für die du dich entscheidest. Möchtest du bei simplem Schwarz bleiben, oder farbige Akzente dazugeben? Hier ist es wichtig, dass dich dein Tätowierer darüber aufklärt, ob die Farben auf deinem Hautton so aussehen, wie du es dir vorstellst, und wie schnell sie gegebenenfalls verblassen. Als nächstes solltest du dir um die Größe deines Motivs Gedanken machen: Soll man dein Tattoo sehen können, wenn du im Sommer ein knappes Top trägst, oder soll es klein und unauffällig sein? Als Letztes solltest du dir darüber bewusst sein, dass dein Motiv deinen Körper über Jahre hinweg zieren wird. Sei dir also sicher, dass dein Tattoo dir auch in Zukunft gefallen wird und dich nicht irgendwann langweilt oder gar Reue aufkommt.

2. Welche Körperstelle ist am besten geeignet?

Auch bei der Wahl des Körperteiles, an dem du dich tätowieren lassen willst, gilt es, verschiedene Faktoren zu beachten: Natürlich musst du dir überlegen, ob das Motiv ständig sichtbar sein soll, oder du es lieber an einer versteckten Stelle haben würdest. Dann solltest du dir auch überlegen, ob es beispielweise in deinem Job angemessen ist, ein Tattoo auf dem Hals zu haben, wenn du es auch auf dem Rücken haben könntest. Hier ist es auch wichtig, sich Gedanken um die Zukunft zu machen. Möchtest du beispielsweise im Luxus-Gewerbe arbeiten, solltest du eher eine dezente Stelle für deine Tätowierung wählen. Kleine Tattoos sehen am Hand- oder Fußgelenk, sowie auf der Innenseite des Fingers oder unter der Brust toll aus. Große Motive passen am besten auf die Arme oder den Rücken.

3. Wie viel kostet ist ein Tattoo?

Die Preise für ein Tattoo variieren von Studio zu Studio. Ist ein Tätowierer bekannt, wird er höhere Kosten ansetzen, als ein Künstler, der lediglich als Hobby sticht. Wichtig ist, dass du dich von den Preisen nicht abschrecken lässt: Qualität hat nun einmal ihren Preis, weshalb Geld bei der Studio-Wahl nicht das entscheidende Kriterium sein sollte. Grundsätzlich liegt eine Stunde im Studio bei ca. 100 Euro aufwärts. Bei größeren Motiven kannst du also damit rechnen, mehrere hundert Euro ansparen zu müssen, vor allem dann, wenn dir etwas an der Qualität des Tattoos liegt. Dann heißt es: Beide Augen zudrücken und einfach machen! Schließlich hast du lebenslänglich etwas von dem Werk – auch im negativen Sinne, wenn billig und schlecht gearbeitet wurde.

4. Mit welchen Schmerzen muss ich rechnen?

Wie schmerzhaft deine erste Tätowierung wird, hängt ganz von der Stelle ab, auf der du dein Motiv verewigen lassen willst. Weh tut es vor allem an den Händen und Füßen, im Gesicht, an Knöcheln und Ellenbogen und am Brustkorb, denn hier verlaufen viele Nerven und die Haut ist sehr dünn. An etwas robusteren Stellen kann es dagegen sein, dass du nicht viel mehr als ein Kitzeln spürst.

5. Wie finde ich das richtige Studio?

Die Wahl des richtigen Studios ist ein entscheidender Schritt auf deinem Weg zum ersten Tattoo. Wähle nicht einfach das erstbeste Studio in der Nähe aus, sondern informiere dich ausgiebig, lese Bewertungen und schau auch mal auf dem Instagram-Account des Tätowierers vorbei, um zu überprüfen, ob seine Werke deinen Vorstellungen entsprechen. Viele Künstler sind auf bestimmte Arten von Tattoos spezialisiert, zum Beispiel auf Schriftzüge oder Tiermotive. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sauberkeit im Studio: Beim Tätowieren ist einwandfreie Hygiene ein absolutes Muss! Hier zählt nicht nur der erste Eindruck, sondern es lohnt sich, Nachfragen zu Sterilisationsmethoden zu stellen und sauber verpackte, sterile Nadeln zu achten. Dein Tätowierer sollte lizenziert sein und die geltenden Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften befolgen, damit du dich in sicheren Händen wägen kannst. Höre auf dein Bauchgefühl: Wenn wir etwas komisch vorkommt, solltest du deine Wahl überdenken!

 

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6. Wie bereite ich mich auf meine erste Tätowierung vor?

Es gibt einige Dinge, die du in den 24 Stunden vor deinem Termin beachten solltest. Wichtig ist vor allem, ausgeschlafen im Studio zu erscheinen. Auf Alkohol und Kaffee solltest du verzichten, dafür ist es ratsam, viel Wasser zu trinken, damit die Haut ausreichend hydriert ist. Auch solltest du eine ordentliche Mahlzeit zu dir genommen haben, bevor du dich tätowieren lässt. Aspirin und andere blutverdünnende Mittel sollten umgangen werden – wenn es gar nicht anders geht, musst du unbedingt deinen Tätowierer auf die Medikamenteneinnahme hinweisen. Oft wird empfohlen, eine Betäubungscreme vor dem Stechen aufzutragen, doch wenn dies nicht vom Tätowierer selbst angewiesen wird, solltest du davon absehen: Die Oberflächenspannung der Haut wird dadurch verändert und kann so die Qualität des Tattoos beeinflussen. Es empfiehlt sich außerdem, Kleidung zu tragen, welche die zu tätowierende Stelle leicht zugänglich macht und die gegebenenfalls auch bei längerem Sitzen bequem ist.

7. Gibt es einen Termin zur Beratung?

Vor der eigentlichen Tätowierung solltest du die die Chance ergreifen, dich mit dem Künstler über das Motiv auszutauschen und dich über den Prozess zu informieren. Einige Studios bieten dafür einen zusätzlichen Beratungstermin an. Hier kannst du deine Vorstellungen und Skizzen offen darlegen, solltest aber dem Künstler ebenso offen gegenübertreten und seine Einwände und Vorschläge beachten. Letztendlich ist es jedoch dein Körper, auf dem das Motiv verewigt wird – wenn dir also etwas missfällt, sprich es unbedingt an! Ihr kommt mit Sicherheit zu einer Lösung, die für euch beide optimal ist.

8. Wie läuft das Tätowieren ab?

Dann geht es los: Das Tätowieren steht an. Für viele ist dieser Teil das größte Mysterium des gesamten Prozesses. Wir verraten dir, was dich genau erwartet, damit du ohne allzu große Nervosität das Studio betreten kannst: Die von dir ausgewählte Körperstelle wird üblicherweise zunächst gesäubert und desinfiziert. Mit frischen, sauberen Handschuhen wird der Tätowierer dir den Sterilisierungsprozess erklären und dir die zugehörigen, neuverpackten Geräte zeigen. Mit dem Tätowierapparat und einer Einwegnadel wird er dann die Umrisse deines Tattoos zeichnen und diese anschließend erneut säubern. Dann wird das Motiv mit einer dickeren Nadel schattiert. Nach erneuter Säuberung wird anschließend gegebenenfalls Farbe hinzugefügt, wobei für jeden Kunden ein neues Fläschchen verwendet werden sollte. Sollte Blut austreten, wird dieses mit einem sterilen Tuch abgewischt. Ist das Tattoo fertiggestellt, wird es erneut gesäubert und in einen Verband gewickelt.

9. Wie pflege ich mein Tattoo?

Nun liegt es an dir, dein Tattoo zu pflegen. Je nach Motiv sind die Schritte dafür leicht unterschiedlich, dein Tätowierer wird dir die Maßnahmen genauer erläutern. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass es sich bei einem frischen Tattoo um eine Wunde handelt, da die Haut beim Stechen verletzt wird und als Organismus entsprechend auf die vermeintliche Bedrohung reagiert. Folglich solltest du es mit größter Vorsicht behandeln. Generell sollte je nach Größe 14 Tage lang auf Bäder, Salzwasser, Chlor, Sauna und Sport verzichtet werden. Du solltest dein Tattoo 4-6 Wochen lang intensiv vor Sonne schützen und Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen, da das Motiv sonst schnell verblassen kann. Frische Tattoos sollten nicht mit Bodylotion oder perfümierten Cremes und Duschgels behandelt werden. Wenn du pflegende Lotionen verwenden solltest, wird dein Tätowierer dir dies mit expliziter Empfehlung mitteilen. Wie bei einem Kratzer bildet sich auf dem Tattoo außerdem Wundschorf, der anfangen wird zu jucken. Niemals solltest du diesem Juckreiz nachgeben, da sonst unschöne Narben zurückbleiben können.

10. Was tue ich, wenn ich mein Tattoo bereue?

Generell solltest du dein Tattoo nicht bereuen, denn selbst wenn es dir irgendwann nicht mehr gefällt, ist es immer noch eine Erinnerung an bestimmte Erlebnisse und Erfahrungen, die du durchlebt hast. Doch es kann ja immer mal sein, dass man von dem Motiv gelangweilt ist, die Erinnerung an einen Ex-Freund loswerden will oder einfach einen cleaneren Look haben will: Es besteht die Möglichkeit, das Tattoo weglasern zu lassen. Auch ein Cover-up, also ein zweites Tattoo, das dein erstes versteckt, ist eine Option. Ausführliche Informationen, die du beachten solltest, wenn du dein Tattoo loswerden willst, haben wir hier für dich gesammelt.

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