Lifestyle

Piercing-Trend Conch: Alles, was ihr vor dem Stechen wissen müsst

Von Jenny am Dienstag, 14. April 2020 um 15:10 Uhr

Ihr wollt eurem Look mal wieder ein cooles Update verpassen? Dann solltet ihr jetzt genau aufpassen, denn wir verraten euch alles über den Piercing-Trend Conch! 

Bei glitzernden und trendigen Schmuckstücken fällt es uns schwer, zu widerstehen. Egal, ob pompös mit glitzernden Steinen oder ganz filigran und minimalistisch – das richtige Accessoire kann dafür sorgen, dass unser Look ohne große Mühe super stylisch wirkt. Neben bekannten klassischen Ohrlöchern, die im Fachjargon als "Standard Lobe" bezeichnet werden, hat sich immer mehr auch das Helix-Piercing durchgesetzt. Alle Ladies, die es allerdings noch ein wenig extravaganter mögen, sollten bei diesem Item, das wir euch gleich vorstellen, genauer aufpassen: Die Rede ist vom Conch-Piercing! Was das ist und worauf ihr achten müsst, wenn ihr euch für ein solches Must-have entscheidet, haben wir für euch herausgefunden.

Was ist ein Conch-Piercing?

Vorab haben wir ein paar Facts zusammengestellt: Als Conch wird ein Piercing bezeichnet, das in der Ohrmuschel sitzt. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten: Zum einen den Inneren, der direkt in der Mitte der Muschel gestochen wird und zum anderen den outer Conch. Er sitzt in der Mulde über der Ohrmuschel und sieht gerade mit einem schmalen oder schimmernden Ring besonders elegant aus. Das Loch, das beim Stechen des Piercings entsteht, kann in seiner Größe variieren. Da das Dehnen der Ohrmuschel jedoch sehr schmerzhaft ist, wird hier oftmals mit einer einheitlichen Methode, dem "Dermal Punch", gearbeitet. Wenn das Ohrloch gepuncht wird, wird das Knorpelgewebe herausgestanzt. Anders als beim Piercen, wird das Gewebe hierbei nämlich nur von der Nadel verdrängt – autsch!

Die Wahl des Piercers – das müsst ihr beachten!

Girls, die Entscheidung für das Piercing Studio eures Vertrauens sollte niemals leichtfertig getroffen werden. Ein ausgefallenes Piercing im Strandurlaub stechen zu lassen, klingt nach einer grandiosen und total verrückten Idee?! Ja, Letzteres trifft definitiv zu, deshalb lasst lieber die Finger davon und genießt die Sonne, ohne die Angst vor einem entzündeten Ohr haben zu müssen, welches in seiner Optik an einen Blumenkohl erinnert. 😳 Gerade aufgrund der längeren Heilungsphase ist es einfach ratsam, ein Piercing Studio in seiner Nähe zu wählen. Informiert euch hier gründlich! Möglicherweise haben sogar Freunde von euch bereits ein solches Schmuckstück und können euch bei der richtigen Wahl unterstützen. Achten solltet ihr hierbei darauf, dass im Geschäft sterile Bedingungen zu finden sind. Der Piercer sollte Handschuhe nutzen und die Werkzeuge sollten vor euren Augen desinfiziert werden. Sauberkeit hat hier oberste Priorität. Außerdem solltet ihr bei der Wahl des richtigen Studios darauf achten, dass der Piercer euch vorher aufklärt und Risiken nennt. Könnt ihr diese Dinge nicht feststellen, solltet ihr um diesen Shop lieber einen großen Bogen machen. 

Wie geht der Piercer vor?

Was der Piercer euch antut, wenn ihr euch für diesen Körperschmuck entscheidet? Wie bei jedem anderen Ohrring sollte die Haut zu Beginn gründlich desinfiziert werden. Für ein optimales Ergebnis markiert man anschließend die Einstichstelle. Insbesondere beim inneren Conch wird während des Piercing-Prozesses oft mit einer Reveicing Tube (einer Schutzröhre) gearbeitet, da das Ohr nicht, wie sonst üblich, mit einer Klemmzange fixiert werden kann. Diese Röhre sorgt dafür, dass ein Gegendruck entsteht und umliegendes Gewebe nicht verletzt wird. Klingt schmerzhaft? Ist es auch, wenn ihr nicht zu den Hartgesottenen und Schmerzunempfindlichen gehört. Aber hey, was uns nicht umbringt, macht uns nur stärker und in diesem Fall auch um einiges stylischer. 😍

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Caroline Daur (@carodaur) am

Verschiedene Variationen: Lieber Ring oder Stecker?

Die Wahl des Schmuckstückes könnte euch am Ende ziemlich schwer fallen. Zunächst wird beim Conch allerdings meist ein sogenannter Barbell eingesetzt. Für den inneren Conch wird oft ein Mikro-Barbell verwendet. Der Ball Closure Ring wird aufgrund seines übergroßen Durchmessers, der ca. zwischen 10 bis 16 mm liegen sollte, für den äußeren Conch genutzt. Was ihr vorher wissen solltet: In vielen Fällen ist der Wechsel zu einem Ring erst nach dem Heilungsprozess möglich. Letztendlich könnt ihr hier aber dann ganz nach Lust und Laune variieren. Jippieee, noch ein Item, nachdem wir bei unseren Shoppingtouren Ausschau halten können.

Wie lange dauert die Heilung?

Girls, diese Frage ist in der Tat nicht unwichtig. Insbesondere bei diesem Ohrpiercing müsst ihr mit einer verlängerten Heilungsphase rechnen. Ihr erinnert euch noch an euer erstes Ohrloch, das nach einer Woche immer noch brannte? Der Conch kann deeeutlich länger schmerzen. Je nachdem wie empfindlich ihr reagiert, dauert entsprechend auch die Heilung. Bei der gepiercten Variante solltet ihr damit rechnen, dass der Ohrschmuck zwischen drei und sechs Monaten braucht. Die gepunchte Version verheilt hingegen schneller – hier kann der Schmerz bereits nach zwei bis vier Wochen abklingen.

Nicht nur bei den verschiedenen Conch-Varianten unterscheidet sich der Zeitraum der Genesung, auch der Piercingschmuck, der gestochen wird, beeinträchtigt diese. Ein Schmuckstäbchen, wie das Mikro-Barbel ist weniger beweglich als ein Ring, sodass es weniger gereizt wird und schneller heilen kann. 😉 Im Gegensatz zum Helix (ihr wisst schon, das Piercing am oberen Rand eures Ohres) wird beim Conch ein deutlich dickerer Knorpel durchstochen, weshalb es selbstverständlich auch schlimmer weh tut. Da die durchstochene Stelle allerdings im Inneren der Ohrmuschel liegt und nicht am äußeren Ohrbogen, wird diese Stelle im Alltag deutlich weniger belastet. 

Was sind die Risiken?

Ihr solltet euch im Klaren darüber sein, dass das Conch-Piercing einige Risiken mit sich bringen kann. Auch wenn der Körperschmuck letztendlich super cool aussieht, solltet ihr im Vorfeld über diese Bescheid wissen. Spätestens der Piercer wird euch nochmals darauf aufmerksam machen. Wir lassen uns das allerdings auch nicht nehmen:

Beim Stechen des Conchs kann es oftmals zu einer Neubildung von Bindegewebe kommen, das sich durch die Wundheilung bildet. Solltet ihr Schmerzen oder irgendwelche Probleme haben, sucht am besten sofort euren Piercer oder einen Arzt auf. Eher harmlos und ziemlich häufig ist es, wenn der gestochene oder gepunchte Ohrring aufgrund seines Durchmessers auf den Kopf drückt und für Druckstellen sorgt. Dieses Gefühl kennt ihr vielleicht schon von euren Steckern, die, gerade wenn man auf der Seite liegt, durchaus in die Haut hinter unserem Ohrläppchen stechen – kein sehr angenehmes Gefühl. 😳

Wenn sich das Piercing stark entzündet und das Innenohr sowie die Lymphgefäße hiervon betroffen sind, kann es im allerschlimmsten Fall sogar zu einer Beeinträchtigung des Gesichtsnervs oder zu einer Lähmung kommen. Auch in diesem Fall solltet ihr schnellstmöglich zum Arzt. Gerade deshalb können wir euch nur nochmals von spontanen Piercing-Ideen im Urlaub oder unsauberen Studios abraten. Ihr wisst schon: Better safe than sorry! 

Wer sollte sich kein Conch piercen lassen?

Wer bereits weiß, dass er allergisch auf das Piercing-Material reagiert, sollte lieber die Finger davon lassen, damit schmerzhafte Entzündungen und Ausschläge vermieden werden. Ein guter und professioneller Piercer wird zu Beginn sowieso eure Krankheiten und Allergien wissen wollen. Steht euch bald eine Operation bevor und ihr müsst dafür Thrombosemittel einnehmen, solltet ihr auch erst einmal den Termin verschieben. Dieser Stoff setzt nämlich die Blutgerinnung herab. Generell sollten auch Schwangere, Diabetiker und Epileptiker vorher mit ihrem Arzt oder Piercer sprechen, da das Stechen für diese Menschen nicht immer vorteilhaft sein kann. Und zu allerletzt: In Deutschland dürfen sich nur Menschen ab 18 Jahren piercen lassen. Minderjährige dürfen es nur mit einer Einwilligung der Eltern. 

Was kostet ein Conch-Piercing?

So, genug von den Horror-Stories und dem "was wäre wenn...!" Die Girls, die wir jetzt nicht abgeschreckt haben, wollen sicher wissen, was sie für einen coolen Conch hinblättern müssen! Gar kein Problem, auch das haben wir nämlich für euch in Erfahrung gebracht: Zwischen 40 und 80 Euro wird euch dieses trendige Piercing kosten.

Wie pflegt man das Piercing?

Was sind die Do's und Don'ts nach dem Stechen? Auf die Pflege kommt es an und das trifft auch bei unseren Ohrringen zu. Viele Piercer empfehlen zur ersten Behandlung ein Lokalantibiotikum, um sogenannten Wildfleischwucherungen entgegenzuwirken (ja, uns hat es auch geschüttelt, als wir dieses Wort gelesen haben). Während des Heilungsprozesses empfiehlt es sich außerdem, Desinfektions-Sprays zu verwenden, beispielsweise Prontolind Spray. Kommen wir zu den Dingen, die ihr nicht tun solltet. Entfernt das Piercing so lange nicht, bis es nicht vollständig geheilt ist und auch das ständige Anfassen solltet ihr vermeiden. Seid ihr zu ungeduldig, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ihr eine Entzündung bekommt. Außerdem solltet ihr in den ersten vier Wochen die Stelle beim Duschen nicht mit Wasser oder Seife berühren und euch auch nicht sonnen. 

Rook Piercing: DER neue Trend

Ebenfalls ein sehr cooles Piercing im Knorpel der Ohrmuschel ist das Rook. Es sitzt an der großen Falte, die – Achtung – leider nicht jeder besitzt. Die Glücklichen unter euch, die für das Piercing in Frage kommen, können nach der Abheilungszeit á la Bloggerin Aimee Song einen coolen Stecker tragen oder sich für einen Ring entscheiden. Beides sieht absolut cool aus! Für das Piercen, die Pflege und Abheilungszeit gelten die gleichen Regeln wie beim Conch.

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Aimee Song (@songofstyle) am

Diese Trends solltet ihr auch nicht verpassen:

Wohn-Trends: Dieses Teil von H&M Home brauchen wir für den Frühling

Trend-Vorschau: Das kommt, das bleibt, das geht im Sommer