Beauty

Laut Dermatologen: Das sind die größten Hautpflege-Fehler

Von Silky am Freitag, 31. Juli 2020 um 15:54 Uhr

In Sachen Hautpflege können wir so einiges falsch machen. Welche Fauxpas absolute No-Gos sind, verraten nun Dermatologen...

Ein makelloser und strahlender Teint ist für viele Ladies der Beauty-Traum schlechthin. Wer nämlich einmal mit Unreinheiten, Pickeln oder Akne zu kämpfen hatte, wird wissen, wie nervtötend solche Hautprobleme sein können. Sie sind in den meisten Fällen nicht nur schmerzhaft, sondern auch dafür verantwortlich, dass sich viele Frauen unschön oder unsicher mit ihrem Aussehen fühlen. Um solche Probleme direkt an der Wurzel zu packen, ist neben einer gesunden Ernährung auch die richtige Hautpflege das A und O. Allerdings können uns in diesem Punkt so einige Fehler unterlaufen. Da jeder von uns unterschiedliche Hautstrukturen und Hauttypen hat, sind natürlich auch die Bedürfnisse eines jeden Teints anders, sodass nicht ein bestimmtes Produkt oder eine Hautpflege-Routine für alle Frauen gleich effektiv wirken kann. Was die größten Fehler sind, die wir ab jetzt lieber vermeiden sollten, verraten Dermatologen.

1. Nicht zum Hautarzt gehen

Wir Menschen können ziemlich faul sein. Wenn es darum geht, noch etwas länger auf dem Sofa sitzen zu bleiben und das Aufräumen der Küche um einige Minuten nach hinten zu verschieben, ist es ab und zu auch kein großes Problem. Handelt es sich aber um die Gesundheit, sollten wir keine Zeit verschwenden. Die amerikanische Dermatologin Dr. Tiffany Jow Libby ist da ähnlicher Meinung: "Wir Dermatologen sind Hautexperten und wir sind hier, um zu helfen. Oftmals besuchen mich Patienten, die ganz alleine einen Akne-Ausbruch durchstanden haben und erst danach mit ihren Narben oder anderen Hautproblemen bei mir auftauchen. Solche Behandlungen benötigen dann meist viel aggressivere Treatments, die verhindert werden könnten, wenn sie vorher zu mir kommen würden." Wenn dir also auffällt, dass dein Hautzustand sich nach einer Woche nicht verändert, solltest du direkt zum Hautarzt deines Vertrauens, damit das Problem so schnell, wie möglich gelöst werden kann.

2. Retinol falsch verwenden

Wer sich näher mit dem Thema Hautpflege beschäftigt hat, der wird auch sicherlich über den Inhaltsstoff Retinol bei seiner Recherche gestolpert sein. Dieser Stoff ist auch bekannt als Vitamin A, welches in besonderen Cremes und Gels gegen Akne angewendet wird. Falls du mal solch ein Mittel von deinem Hautarzt verschrieben bekommen hast, wirst du bestimmt gemerkt haben, dass die mit dem Treatment eingecremten Stellen am nächsten Tag trocken geworden sind. Das passiert, weil das Retinol die oberste Hautschicht erneuert und diese daher schuppig wird. Laut Dr. Lindsey Zubritsky Pollock, einer zertifizierten Dermatologin, machen Patienten häufig den Fehler, dass sie die Vitamin A-Salben in großen Mengen und zu oft auftragen, sodass die Haut komplett austrocknet. "Man sollte langsam und mit wenig Produkt beginnen und sich dann hocharbeiten. Eine Erbsengröße reicht bereits vollkommen aus!", empfiehlt die Expertin.

ⒸiStock

3. Auf den falschen LSF vertrauen

Einen weiteren Hautpflege-Fehler, auf den Dr. Lindsey Zubritsky Pollock aufmerksam machen möchte: Wir setzen unsere Hoffnung auf den falschen Lichtschutzfaktor! Mittlerweile gibt es in der Kosmetikbranche nicht nur reine Cremes mit LSF, sondern auch Foundations und Puder mit diesem Schutz. Viele Ladies denken sich dabei, dass sie das Aufragen ihrer Sonnencreme daher überspringen können und das Make-Up völlig ausreicht, um die Haut vor Sonnenstrahlen zu schützen. Das ist allerdings nicht korrekt. "Wenn Kosmetikprodukte einen Lichtschutzfaktor versprechen, dann müsstest du die fünf- oder zehnfache Menge des Make-ups auf ein Mal auftragen, damit der angegebene LSF-Level überhaupt erreicht wird. Zudem müsstest du das Produkt alle zwei Stunden neu auftragen, damit du deine Haut optimal vor den Strahlen schützen kannst. Daher: Bitte immer, immer, immer nur eine echte Sonnencreme mit mindestens LSF 30 vor dem Schminken auftragen.", sagt die Hautärztin. Du bist noch auf der Suche nach so einem Produkt? Wir können dir diese Anti-Age- und Anti-Pigmentflecken-Sonnenschutz von Nivea empfehlen, die du über Amazon für ca. 9 Euro ergatterst.

4. Zu häufig Peelings verwenden

Ja, wir wissen, dass sich die Haut nach einem Peeling deutlich weicher und glatter anfühlt. Jedoch solltest du es auch nicht übertreiben. Dr. Martha Viera, eine Hautärztin aus Florida sagt: "Einige denken, dass das häufige Peelen gut für die Haut sei. Tatsächlich passiert oft das Gegenteil. Sich mehr als zwei Mal die körnige Substanz auf das Gesicht einzureiben, ist total unnötig und kann sogar schädlich sein." Laut der Dermatologin können damit Entzündungen, Pickel und Akne entstehen oder den gereizten Hautzutstand verschlimmern, da ein Peeling auch aggressiv auf den Teint wirken kann. Zudem kann es dazu beitragen, dass der Haut ihre natürlichen Fette entzogen werden, wodurch sie noch trockener wird.

5. Den Hals vergessen

Alle Anti-Aging-Fans sollten jetzt besonders aufpassen, denn laut Dermatologen geschieht uns Frauen auch ein großer Hautpflege-Fehler, der Falten verursacht – und zwar am Hals. Ganz oft vergessen wir nämlich, dass auch der Bereich unter dem Kinn ein Teil unserer täglichen Pflegeroutine sein sollte. Vernachlässigen wir nämlich den Bereich um unser Dekolleté und tragen dort nicht Serum, Tagescreme oder Sonnenschutz mit auf, wird sich, laut Hautärztin Dr. Fatima Fahs, mit der Zeit schnell ein Unterschied bemerkbar machen, der am Hals in Form von frühzeitiger Falten- und Linienbildung sichtbar wird.

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