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Abnehmen: Mit diesem Blutzucker-Trick klappt es auch längerfristig

Von Marvena.Ratsch am Mittwoch, 12. Juni 2019 um 18:06 Uhr

Ihr wollt Abnehmen und das auf Dauer? Da sind Crash-Diäten nicht wirklich die richtige Wahl! Allerdings könnt ihr mit einigen Tricks den Blutzuckerspiegel regulieren, dem keine geringe Anteil Rolle an Gewichtsabnahme beigemessen wird...

Die meisten Diäten versprechen viel, doch oftmals halten die Ergebnisse (wenn sich überhaupt welche einstellen) nur einen überschaubaren Zeitraum und danach machen sich die überschüssigen Pfunde an Bauch, Hüfte und Po wider bemerkbar. Doch gibt es keine langfristige Lösung, um lästigen Problemzonen den Kampf anzusagen? Auf jeden Fall, und dabei spielt der Blutzuckerspiegel eine maßgebliche Rolle, denn wenn ihr diesen unter Kontrolle bringen könnt, dann werdet ihr auch keine Probleme mehr mit unfreiwilligen Gewichtszunahmen, Heißhungerattacken und auch mit Antriebslosigkeit haben. 💪🏻

Was ist der Blutzucker eigentlich?

Blutzucker bedeutet nicht mehr, als der Zuckeranteil im Blut und der Blutzuckerspiegel beschreibt diesen Anteil lediglich in Zahlen. Ein gesunder Wert vor einer Mahlzeit liegt bei unter 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter). Nach einer Mahlzeit schnellt der Wert in die Höhe und kann variieren, je nach dem, wie viel Zucker in euren Speisen war. Allerdings sollte er nicht über 140 mg/dl liegen. 

Da sich in einem Großteil der industriell gefertigten Produkte allerdings große Mengen von Zucker befinden und die meisten Menschen über den Tag verteilt viele kleine Snack zu sich nehmen, bleibt der Wert konstant in einem hohen Bereich und kann dauerhaft nicht nur zu Krankheiten, wie Diabetes, führen, sondern auch das Gewicht stark beeinflussen. Doch wie lässt sich dieser Wert längerfristig regulieren, sodass überschüssige Kilos der Vergangenheit angehören?

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Welche Rolle spielt Insulin?

Wenn vom Blutzucker die Rede ist, kommt auf kurz oder lang auch der Begriff Insulin auf. Dies ist das Hormon, welches den Blutzucker reguliert. Nach einer Mahlzeit schüttet der Körper diesen Stoff aus, um den Zuckerwert wieder ins Gleichgewicht zu bringen (bei Diabetes-Erkrankten liegt eine Störung dieses Ablaufs vor), indem er die Glukose in die Körperzellen transportiert und mit Energie versorgt. Je stärker der Blutzuckerspiegel allerdings aus dem Gleichgewicht geraten ist, desto mehr Insulin schüttet die Bauchspeicheldrüse aus und dies kann die Fettverbrennung nicht unwesentlich beeinflussen. Warum? Es ist genügend Zucker als Lieferant von Energie vorhanden und dadurch bauen die Fettzellen kein Fett mehr ab, um neue Energie zu gewinnen. Kurz gesagt: Die Fettdepots an Bauch, Hüfte und Po bleiben da, wo sie sind, und werden sogar noch größer. 😭

So könnt ihr den Blutzuckerspiegel regulieren

Der Blutzuckerspiegel lässt sich durch drei Komponenten regulieren und dazu gehören Ernährung, Kalorienanzahl und Bewegung. Diese Umstellung solltet ihr für mindestens acht Wochen durchziehen, um ein bestmögliches Ergebnis erzielen zu können. Auch wenn sich dies jetzt wieder nach Diät anhört und auch unter dem Namen M-Diät, welche von Dr. Michael Mosley entwickelt wurde, bekannt ist, solltet ihr es nicht als diese verstehen. Vielmehr ist dies eine Umstellung zu einem Lebensstil, den eigentlich jeder wie selbstverständlich leben sollte. Und so funktioniert es:

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Sophia Thiel (@pumping.sophia.thiel) am

  1. Ernährung: Das Wichtigste, um den Blutzucker wieder unter Kontrolle zu bekommen ist die richtige Ernährung und die Zubereitung eurer Mahlzeiten. Statt zu Fertigprodukten zu greifen oder ständig Essen zu gehen, solltet ihr euch eure Speisen lieber selber frisch zubereiten. Doch was darf eigentlich auf dem Speiseplan stehen und was nicht? Alles, was den Blutzucker in die Höhe schnellen lässt, sollte gemieden werden. Dazu zählen kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie Kartoffeln, Nudeln oder Brot, und Speisen, die Zucker enthalten. Auch Fruchtzucker sollte nur in geringen Maßen genossen werden, weshalb ihr statt zur Banane, Ananas oder Mango lieber zu einem Apfel, roten Beeren oder Zitrusfrüchten greifen solltet. Dagegen dürft ihr bei grünem Gemüse, Vollkornprodukten, proteinhaltigen Lebensmitteln, wie Magerquark, Eiern oder Feta, und auch Geflügel und mageren Fisch beherzt zugreifen. Zusätzlich ist die empfohlene Menge von zwei Litern Wasser Pflicht!
  2. Kalorien: Jetzt kommt der Teil der am meisten an eine Diät erinnert, den ihr allerdings ein wenig an euren Lebensstil anpassen könnt. Laut der M-Diät solltet ihr lediglich 800 Kalorien zu euch nehmen, doch wer den gesamten Tag über aktiv ist und zu 100 Prozent leistungsfähig sein muss, kann seinen Speiseplan getrost bis auf 1200 Kalorien aufstocken. Um diese Zahl nicht zu überschreiten, bietet sich beispielsweise das Konzept des Intervall-Fastens an. Während ihr an acht Stunden des Tages Essen zu euch nehmen dürft, sind die restlichen 16 Stunden Lebensmittel tabu.Klingt hart, ist es jedoch nicht, da ihr von den 16 Stunden mindesten acht schlaft.
  3. Bewegung: Um Erfolge zu verbuchen, darf jedoch ausreichend Bewegung nicht fehlen, denn diese sorgt dafür, dass die Zellen den Zucker schneller abbauen und schließlich auf die lästigen Fettdepots zurückgreifen. Ob es nun lockerer Dauerlauf, ein Workout im Gym oder ein längerer Spaziergang nach dem Feierabend ist, spielt keine Rolle, hauptsache ihr erreicht die empfohlene Schrittmenge von 10.000. So könnt ihr nämlich gleichzeitig Muskelmasse aufbauen, die bei der Fettverbrennung ebenfalls von Vorteil ist. 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Amanda Bisk (@amandabisk) am

Nach diesem Zeitraum sollte allerdings nicht Schluss sein. Verfallt bloß nicht in alte Ernährungsmuster, sondern integriert lediglich vereinzelte Speisen, die Kohlenhydrate und Zucker enthalten, in euren Speiseplan. So findet ihr den perfekten Mittelweg für euch, der Blutzucker bleibt auf einem niedrigen Level und lästige Problemzonen gehören endgültig der Vergangenheit an.

Achtung: Wenn ihr selber an Diabetes leidet, solltet ihr eure Ernährung nicht auf eigene Faust umstellen, sondern mit dem behandelnden Arzt besprechen!

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