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Vagina: Das sagt die Vulva über deine Gesundheit aus

Von Martyna am Freitag, 26. Juni 2020 um 18:20 Uhr

Deine Vagina kann Aufschluss über viele Gesundheitsthemen geben und deswegen solltest du sie auch richtig lesen können. Damit du beim nächsten Mal Gerüche und Ausflüsse auch genau deuten kannst, brechen wir mit dem Tabuthema und schauen ganz genau hin! 

Die Vagina ist ein wichtiger Teil des Körpers und das nicht nur in Hinblick auf Sex. Zwar gehst du alle sechs Monate zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt, doch in der Zwischenzeit kann trotzdem so einiges passieren. Wenn du die sensible Stelle eher selten daheim genau unter die Lupe nimmst, solltest du das in Zukunft vielleicht häufiger tun. Das geht beispielsweise, indem du deinen Ausfluss überprüfst und deine Scheidenflora im Blick hast oder klassisch einen Blick mit dem Handspiegel riskierst. Denn das Geschlechtsorgan verrät dir in Form von Jucken, einem unangenehmen Geruch oder der Art von Flüssigkeiten und einer Vielzahl anderer Anzeichen bereits von allein vieles über deine allgemeine Gesundheit. Wusstest du beispielsweise, dass du auch andere Infektionen und Krankheiten aus der Beschaffenheit deiner Scheide erkennen kannst? Welche Symptome Aufschluss über welche Erkrankungen geben können und wie du herausfinden kannst, ob du eine Allergie gegen handelsübliche Kondome hast, erfährst du hier. Natürlich solltest du dich nicht allein auf unsere Tipps verlassen, sondern bei Beschwerden direkt einen Facharzt aufsuchen. Dann steht einem heißen Liebesspiel, solo oder mit deinem Partner, auch nichts mehr im Wege. Lust auf Sex macht im Übrigen nicht nur eine gesunde Vulva, sondern auch die heißesten Erotikfilme auf Netflix, die wir hier zusammengestellt haben.

1. Du hast eine Infektion 

Täglicher Ausfluss ist völlig normal und gesund, aber wenn du feststellst, dass sich die Flüssigkeit in Farbe, Konsistenz oder Geruch dramatisch verändert hat, ist es wahrscheinlich, dass etwas mit deiner Scheidenflora nicht stimmt. Beobachtest du eine dicke, weiße Flüssigkeit, die vor allem nach dem Sex unangenehm riecht und außerdem Juckreiz verursacht, hast du wahrscheinlich eine Vaginalinfektion. Das ist aber kein Grund zur Panik. Nach einer Kur mit Antibiotika und einer auf die äußeren Schamlippen aufgetragenen Creme, wird sich deine Scheidenflora schnell wieder beruhigen. Mache einfach einen Termin beim Frauenarzt und spreche deine Symptome mit ihm oder ihr durch.

2. Du hast eine Geschlechtskrankheit 

Geschlechtskrankheiten gibt es viele. Manche von ihnen sind leicht zu behandeln, andere verlaufen sogar symptomfrei, wie Chlamydien, und ein paar, wie AIDS, können sogar tödlich verlaufen. Deswegen ist es so wichtig, keinen ungeschützten Sex zu haben und sich regelmäßig beim Frauenarzt durchchecken zu lassen. Je nach Art deiner Krankenversicherung musst du einen umfassenden Test meist selbst bezahlen – außer du hast einen genauen Verdacht. Infektionen wie Genitalherpes oder Gonorrhöe erkennst du nämlich auch ganz gut alleine, denn sie äußern sich meist durch Bläschen im Intimbereich. Um dich über den richtigen Weg zur Genesung beraten zu lassen, solltest du dennoch immer einen Experten zurate ziehen. 

3. Du bist gegen Latex allergisch

Das mit der Verhütung ist schon so ein Thema – besonders für uns Frauen. Oftmals wird von uns erwartet, dass wir die Pille nehmen, doch die Hormone bringen unseren natürlichen Zyklus durcheinander und mit der Zeit können die Präparate unserer mentalen sowie körperlichen Gesundheit schaden. Deswegen setzen viele Frauen, die ihre Regelblutung noch bekommen, die Anti-Baby-Pille irgendwann wieder ab. Was du dann beachten solltest, haben wir in einem seperaten Artikel bereits behandelt. Ohne den Schutz durch die Pille müssen Paare ohne Kinderwunsch auf konventionelle Verhütungsmethode umsteigen: Das Kondom. Doch was, wenn du allergisch gegen Latex bist? Tatsächlich ist es gar nicht so untypisch: Etwa sechs Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen und klagen nach dem Sex mit Kondom von Juckreiz, Ausschlägen und Blasenbildung im Intimbereich. Mittlerweile gibt es auf dem Markt glücklicherweise viele Alternativen, die ohne Latex auskommen.

 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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4. Du bekommst Ausschlag

Du trägst am liebsten Stringtangas? Dann bist du sicher nicht allein, könntest aber durch deine sexy Unterwäsche Gefahr laufen, eine Scheideninfektion zu bekommen. Gerade, wenn du anfällig dafür bist, ist es empfehlenswert, auf eine andere Passform zu setzen, die auch wirklich alle empfindlichen Stellen umschließt und sie vor Bakterien und Ausschlag schützt. Aber nicht nur die Form des Slips spielt eine Rolle, auch der Stoff ist ausschlaggebend für eine gesunde Vagina. Die mag Unterhosen aus Naturfasern wie Baumwolle viel lieber, als sexy Seide oder Spitze. Wir verstehen aber auch, dass du nicht immer im Omaschlüpfer durch die Gegend laufen möchtest – vor allem nicht beim Date mit deinem Liebsten. Aber wenn du gerade eine Infektion, eine Operation oder eine Geburt hinter dir hattest, sind atmungsaktive Stoffe die weitaus bessere und gesündere Wahl. 

5. Du ernährst dich ungesund 

Ja, deine Vagina weiß, wenn du zu viel gesündigt hast. Du wirst eine Überdosis an Zucker und Weizenmehl nämlich nicht nur am Bauch merken, auch die Scheidenflora nimmt dadurch Schaden an. Das Ergebnis eines ungesunden Lebensstils macht sich häufig in Form eines Pilzes bemerkbar, der den Namen Candida Albicans trägt. Was sich anhört wie ein Zauberspruch an der Schule für Hexerei und Zauberei, ist in der Realität ein Hefepilz, der sich an Schleimhäuten wie dem Mund, Rachen und im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt am wohlsten fühlt und Zucker liebt. Ob juckender Pilz oder nicht, ein bisschen weniger Zucker und Kohlenhydrate können nie schaden – weder unserer Scheide, noch unserer Taille. 

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