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Keto-Diät: So funktioniert der neue Ernährungstrend

Von Frederika am Sonntag, 29. Juli 2018 um 11:37 Uhr

Immer mehr Menschen folgen einer ketogenen Diät. Wir verraten dir, wie die kalorienarme Ernährungsweise funktioniert, für wen sie geeignet ist und ob sie wirklich etwas bringt…

Kein Brot, keine Nudeln, kein Zucker, aber dafür viel Fett: Immer mehr Menschen setzen zum Abnehmen auf eine ketogene Diät, kurz Keto-Diät. Dabei wird nach dem Low-Carb-Trend auf eine No-Carb-Ernährung: Kohlenhydrate sind also quasi verboten, und ohne sie greift die Leber auf Fett zurück, um einen Glukoseersatz, die sogenannte Ketone, zu bilden – daher auch der Begriff der Keto-Diät. Man erhofft sich so Unterstützung beim Abnehmen sowie eine Optimierung des Stoffwechsels.

Wie funktioniert eine ketogene Diät?

Bei gewöhnlicher Ernährung gewinn der Körper aus Kohlenhydraten Energie und ist somit auf die Zufuhr dieser angewiesen. Werden dem Körper Nudeln, Brot und Co. verweigert, muss er sich anderweitig helfen. In der Leber werden dann Fette in sogenannte Ketonkörper umgewandelt, die eben statt den Kohlenhydraten zur Energiegewinnung genutzt werden. Man bezeichnet diesen Vorgang als Ketose. Er ist das Prinzip, auf dem die Keto-Diät beruht. Der Wechsel von einer Zucker- auf eine Fettverwertung ist für den Körper eine enorme Umstellung. Gerade in den ersten Tagen können deshalb Kopfschmerzen, Schwindel und Verdauungsbeschwerden auftreten, doch schon nach weniger Zeit berichten Keto-Fans von besserer Laune und dem Gefühl, deutlich konzentrierter und leistungsfähiger zu sein.

Was darf man essen, was nicht?

Bei einer ketogenen Ernährung sollte dein Energiebedarf nur zu 5 Prozent von Kohlenhydraten gedeckt werden, dafür zu 35 Prozent von Proteinen und zu 60 Prozent von Fetten. Somit wird überwiegend auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Getreideprodukte (Nudeln, Reis, Müsli), Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen), Knollen- und Wurzelgemüse (Kartoffeln, Karotten) sowie Zucker, Obst, Alkohol und Fertigprodukte verzichtet. Ersetzt werden diese Ernährungsbestandteile durch viel Fleisch und Fisch sowie Milchprodukte, grünes Gemüse, Nüsse und Eier.

Was sind die Vor- und Nachteile der Keto-Diät?

Für alle, die ihre Ernährung umstellen wollen, um das ein oder andere Kilo zu verlieren, bietet sich die Keto-Diät durchaus an und kann, einigen Studien zufolge, sogar besser funktionieren, als eine Low-Fat-Diät. Gesundheitlich wirkt sich die Keto-Diät vor allem für Epilepsie-, Typ-2-Diabetes- und Alzheimer-Patienten positiv aus und wird von Ärzten seit Jahrzehnten als unterstützende Heilungsmethode empfohlen. Auch soll eine ketogene Ernährung helfen, Herzkrankheiten und Krebs vorzubeugen und sich eignen, um Akne zu mindern.

Nachteile treten vor allem in der Umstellungsphase auf: Da der Körper nun auf einen Fettstoffwechsel setzt, scheidet er vermehrt Ketonkörper über den Mund aus, was zu unangenehmem Mundgeruch führen kann. Auch Müdigkeit, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden können in den ersten Tagen auftreten. Achtgeben muss man darauf, dass die Ernährung langfristig nicht zu Übersäuerung, Mangelerscheinung oder einer Unterversorgung mit bestimmten Vitaminen oder Nährstoffen führt. Ist die Ernährung überwiegend fettreich, kann das Schlaganfall-, Herzinfarkt- sowie Gichtrisiko erhöht sein. Es ist deshalb ratsam, eine ketogene Ernährungsumstellung immer mit einem Arzt abzusprechen und regelmäßig Rücksprache zu halten.

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