Fashion

Studie verrät: Deshalb solltest du keinen BH tragen

Von Julika am Donnerstag, 10. September 2020 um 14:00 Uhr

BHs drücken, zwicken und machen das eine oder andere Outfit kaputt. Jetzt haben französische Sportmediziner sogar offiziell herausgefunden, dass das Tragen von Büstenhaltern das Gewebe ausleiern kann. Wir erklären, wie ihr das verhindert.

Kendall Jenner, Hailey Bieber oder Chiara Ferragni: Viele Fashionistas orientieren sich aktuell an den Feministinnen der wilden 60er und verzichten liebend gern auf den BH. Wir verstehen es! Sie scheuern, schneiden ein und sorgen für fiese Abdrücke. Stattdessen kein Bügel unter den Brüsten kleben zu haben und den Nippeln etwas Erholungsurlaub zu gönnen, klingt auch für uns verlockend. Blöd nur, dass wir schon von Oma mit auf den Weg bekommen haben: BHs sorgen für schönere, festere Brüste und weniger Dehnungsstreifen. Ist das echt so? Wir können jetzt Entwarnung geben und müssen unserer Großmutter doch widersprechen. Im Rahmen einer Studie fand der Sportmediziner Jean-Denis Rouillon nämlich heraus, dass Büstenhalter den Busen gar nicht vor den gefürchteten Auswirkungen der Schwerkraft bewahrt, sondern mitunter Schaden anrichten kann. Der Experte äußerte die Vermutung, dass das Tragen eines BHs super kontraproduktiv sei und stattdessen Hängebrüste fördern könne. Seine These: Durch die festen Cups beginnen Muskeln und Bindegewebe deutlich schneller zu verkümmern und der Vorbau erschlafft sichtbarer.

Das passiert beim Tragen eines BH mit unseren Brüsten

Der Mediziner sollte es wissen. Über 15 Jahre erforschte Rouillon, welche Auswirkungen der BH-Verzicht auf die Brüste von 320 Frauen im Alter von 18 bis 25 hatte. Sein Fazit: Die Abstinenz machte die Brüste tatsächlich schön prall! Die Erklärung dafür klingt einfach: Nur wenn wir keinen BH tragen, kann das natürliche stützende Gewebe im Rumpfbereich wachsen. Diese unterstützt die Brust sich selbst zu halten. Das französische Forschungsteam beobachtete außerdem, dass sich die Brustwarzen um 7 Millimeter pro Jahr hoben, der Busen insgesamt fester wurden und Dehnungsstreifen verschwanden. Dennoch solltest du nun nicht all deine BHs in die Tonne werfen. Denn, vor allem für Frauen, die seit Jahren permanent einen Bügel-BHs tragen, ist es nicht ratsam sich auf Anhieb von der modischen Stütze zu verabschieden. Ein gesundes Mittelmaß und eine langsame Entwöhnung sind hier ratsam. Beginne zunächst an den Wochenenden und nehme dann nach und nach mehr Abstand von dem Dessous-Oberteil. So kann sich das stützende Gewebe langsam wieder aufbauen. Ladies mit einer große Oberweite empfinden es eventuell als entlastend und weniger störend, wenn ihre Brüste von einem BH an Ort und Stelle gehalten werden und müssen selbstverständlich nicht ständig darauf verzichten. Je mehr Gewicht der Oberkörper zu tragen hat, desto schwieriger ist es nämlich auch, dass sich das Gewebe rasch zurückentwickelt.

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Neben einem hübschen Bustier, das kleine Brüste oder üppige Oberweite noch ein wenig unterstützt, kannst du auch mit Home Workout Übungen etwas für den Brustbereich tun. Hier empfehlen sich insbesondere Liegestütze und Brustpressen. Diese straffen die Unterbrust und sind einfach in den Alltag zu integrieren. Setze für die Liegestütze die Knie auf dem Boden auf. Nun kannst du deinen Oberkörper langsam heruntersinken, ohne ihn komplett abzulegen. Bereits 30 Push-ups sorgen für ein straffes Dekolleté. Die Brustpresse funktionieren ebenso simpel: Stelle dich dafür mit einem geraden Oberkörper hüftbreit hin. Spanne nun den Bauch an und drücke deine beiden Handflächen etwas unterhalb der Brust zusammen. Halte die Spannung für etwa zehn bis fünfzehn Sekunden und wiederhole die Abfolge bis zu zehnmal. Tipp: Die Übung kann auch sitzend und im Büro ausgeführt werden und dort bald ganz einfach den BH ersetzten. Das olle Ding? Ist längst vergessen!

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