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Fehler bei der Zubereitung: So machen euch Haferflocken dick

Von Marvena.Ratsch am Freitag, 18. September 2020 um 14:14 Uhr

Dass Haferflocken gesund sind und sich der regelmäßige Verzehr zudem auch noch positiv auf die Figur auswirkt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Allerdings können bei der Zubereitung des Getreides auch einige Fehler dafür sorgen, dass es zu einem Dickmacher wird...

Es gibt wohl kaum einen besseren Start in den Tag, als mit einer Portion Haferflocken. Das Getreide, welches sich gerade am Morgen in Form von einem warmen und cremigen Porridge großer Beliebtheit erfreut, versorgt den Körper nicht nur mit einer großen Portion Energie, wichtigen Vitaminen, Mineralien à la Magnesium, Kalzium, Kalium, Zink und Selen sowie Ballaststoffen und kurbelt die Verdauung und den Stoffwechsel an. Jeden Morgen eine Mahlzeit Hafer kann zudem auch noch fiese Heißhungerattacken vorbeugen, da es lange sättigt und den Blutzuckerspiegel reguliert. Nicht umsonst gibt es eine spezielle Diät, für die das Getreide einen großen Teil der Ernährung ausmacht. Damit dieses Frühstück allerdings seine volle Wirkung entfalten kann, gilt es einige Dinge zu beachten. Denn bei der Zubereitung könnt ihr gewisse Fehler begehen, welche wiederum dazu führen können, dass ihr das eine oder andere Pfündchen zunehmt. 

Hier findest du noch weitere Tipps und Tricks für gesundes Essen:

Diese Fehler bei der Zubereitung von Haferflocken machen dick:

1. Ihr süßt Haferflocken mit Zucker

Herkömmliche Haferflocken ohne eine Form von Topping schmecken ehrlich gesagt ein wenig langweilig und etwas Süße fehlt schließlich auch noch. Um etwas Geschmack in die Mahlzeit zu bringen, süßen daher viele mit einer kleineren oder auch größeren Portion Zucker. Dass die weißen Kristalle allerdings alles andere als zuträglich für das Gewicht sind, sollte nichts Neues sein. Statt also zu der industriell verarbeiteten Süße zu greifen, könnt ihr eher auf natürlichen Süßungsmitteln wie Honig setzen, der wiederum auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat.🍯


©Jennifer Pallian on Unsplash

2. Ihr esst zu viele Haferflocken

In vielen Rezepten steht, dass man 40 oder auch 50 Gramm Haferflocken nutzen soll. Steht diese Menge schließlich vor einem, wirkt sie doch sehr mickrig, weshalb viele diese Portion schließlich noch um eine zusätzliche Ladung erweitern. Das ist jedoch ein großer Fehler, vor allem, wenn ihr Gewicht verlieren und nicht zunehmen wollt. In ihrem Rohzustand machen Oats zwar nicht besonders viel her und dass eine solche Portion satt macht, ist auch kaum zu glauben, doch ihr vergesst, dass das Getreide im Magen noch einmal aufquillt und dann erst seine sättigende Wirkung entfacht. Vertraut in Zukunft also auf die Angaben eurer Haferflocken-Rezepte!🌾

3. Ihr esst nur Haferflocken

Natürlich versorgen Haferflocken den Körper mit einer Vielzahl von wichtigen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, doch setzt ihr am Morgen nur auf das Getreide, startet ihr viel zu einseitig in euren Tag. Ohne gesunde Toppings neigt ihr einerseits dazu, zu viel von den Oats zu essen (siehe Fehler 2!) und zum anderen werden eurem Körper essenzielle Proteine, welche nicht als pflanzliche Form in dem Getreide vorkommen, vorenthalten. Eiweiß sowie hochwertige Fette aus Joghurt, Quark, Nüssen und auch Samen, welche sich hervorragend als kulinarisches i-Tüpfelchen auf Haferbrei, Müsli und Co. machen, sorgen nämlich dafür, dass das Sättigungsgefühl noch länger anhält. Übrigens könnt ihr für etwas Abwechslung auch mal auf Dinkelflocken setzen. Diese haben dieselben positive Eigenschaften und helfen beim Abnehmen, wie die normalen Flocken aus Hafer auch. Sie unterscheiden sich nur im Geschmack.


©ISTOCK

4. Ihr kombiniert Haferflocken mit süßen Toppings

Natürlich lassen Haferflocken getoppt mit Lebensmitteln wie getrockneten Früchten, Schokostückchen oder auch einer fruchtigen Soße einem das Wasser im Munde zusammenlaufen, doch esst ihr das Getreide auf diese Art und Weise, braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn die Waage nach einigen Wochen das eine oder andere Pfündchen mehr anzeigt. Zwar ist der Hafer nach wie vor gesund, doch die süßen und vor allem Toppings voller Kalorien schlagen dennoch zu Buche. Statt also zu Trockenobst zu greifen, solltet ihr euer Frühstück oder euren Snack aus dem Getreide mit frischem Obst wie Beeren oder Äpfeln garnieren, wodurch ihr eurem Körper etwas Gutes tut. Eine leckere Alternative für Schokolade und süße Soßee wären schließlich Nüsse, Samen und Zimt, die sich außerdem noch positiv auf die Figur auswirken.

5. Ihr verwendet Instant-Porridge

Manchmal hat man einfach keine Zeit, um sich ein frisches Porridge zuzubereiten, und da ist der Griff zu der Instant-Variante mehr als verlockend. Gönnt ihr euch allerdings zu oft diese schnelle Alternative, kann das ziemlich negative Auswirkungen auf eure Figur haben. Denn Fertig-Haferflocken, welche lediglich mit warmen Wasser zubereitet werden, enthalten neben Geschmacksverstärkern und Zusatzstoffen auch eine Menge Zucker, sodass diese Mahlzeit voller ungesunder Kalorien sind und zudem Heißhungerattacken hervorrufen kann. Wenn ihr also absehen könnt, dass es am nächsten Morgen stressig wird, dann bereitet euch beispielsweise ein Overnight-Porridge zu, welches über Nacht im Kühlschrank quellen sollte und am nächsten Morgen sofort geschlemmt werden kann. Diese Version schmeckt nicht nur besser, sie ist auch gesünder und hält länger satt.😋


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6. Ihr nehmt Trockenobst statt frischen Früchten

Sich morgens noch Apfel, Birne oder Banane für das Topping zu schneiden, kann ziemlich nervig sein und Zeit kosten, die man lieber noch im Bett verbringen wollen würde. Da kommen Trockenfrüchte gerade gelegen, denn für diese Variante muss man nur in eine Tüte greifen und schließlich ist Obst ja Obst. Genau diese Ansicht sorgt jedoch dafür, dass der Haferbrei zu einem kalorienreichen Dickmacher wird, denn getrocknete Früchte enthalten im Vergleich zu frischen Beeren, Trauben oder Pflaumen sehr viel mehr Kalorien und Zucker pro Menge. Das liegt daran, dass diesen bei der Verarbeitung die gesamte Flüssigkeit entzogen wird. Bei gleichbleibender Kalorienanzahl schrumpft das Gewicht. Während der Zubereitung kommt es dann schließlich schnell mal vor, dass man sehr viel mehr Trockenobst in die Mahlzeit mit dem Getreide integriert wird, als es bei frischen Bananen, Aprikosen und Co. der Fall wäre. Das Ergebnis: eine richtige Kalorienfalle. Zudem enthalten diese Ingrediens auch nicht so viele Vitamine und Nährstoffe, die ebenfalls eine wichtige Rolle beim Abnehmen spielen können.

So könnt ihr Haferflocken gesund zubereiten

Um gut in den Tag zu starten, könnt ihr euch direkt am Morgen ein leckeres Porridge oder Müsli zubereiten. Wer ein besonders leckeres Frühstück genießen möchte, solltet dieses unbedingt mit weiteren gesunden Zutaten kombinieren. Setzt dafür zum Beispiel auf Walnüsse, Leinsamen oder Chiasamen, die alle langfristig sättigen und voller wertvoller Vitaminen stecken. Besonders in Kombination mit Chiasamen sollen laut einer Studie die Pfunde so noch schneller zum Purzeln gebracht werden. Auch zusammen mit proteinhaltigen Speisen wie Quark oder Joghurt soll das Getreide noch effektiver beim Abnehmen behilflich sein, da das Sättigungsgefühl im Anschluss besonders lange anhält und zudem die Fettverbrennung aktiviert wird. Aber das ist nicht alles: Auch in Form von Haferriegel kann das Getreide als Mahlzeit für zwischendurch auf gesunde Weise in den Alltag integriert werden. Ein köstliches Rezept findet ihr übrigens hier.

Können Haferflocken am Abend dick machen?

Die Antwort auf die Frage lautet: Jein! Auch hier spielt die Art der Zubereitung eine wichtige Rolle. Zwar sollten Kohlenhydrate, die nun mal zu Haufe in dem Getreide zu finden sind, kaum bis gar nicht mehr als letzte Mahlzeit des Tages verspeist werden, doch wenn ihr Oats in Form eines herzhaften Porridges, zubereitet mit Brühe und garniert mit Gemüse, magerem Fleisch, Fisch oder Tofu genießt und das mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen, macht sich das am nächsten Morgen nicht negativ auf der Waage bemerkbar. Von Obst als Topping solltet ihr dagegen die Finger lassen, denn die Süße des Fruchtzuckers würde in der Nacht den Blutzuckerspiegel völlig aus dem Gleichgewicht bringen und dem Körper fällt es umso schwerer Fettpölsterchen abzubauen. Doch aufgepasst: Diese Speise solltet ihr nicht jeden Abend auf dem Tisch stehen haben, denn ein Low-Carb-Abendessen mit Ballaststoffen und viel Eiweiß ist immer noch die einfachste Möglichkeit, um über Nacht die Fettverbrennung anzuregen. 

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